Warum tägliche Bewegung bei der
Urmethodik so wichtig ist.
Es ist schon bemerkenswert:
Wohl jeder möchte einen gesunden Körper haben, und
darüber hinaus auch einen schlanken und durchtrainierten. Dennoch
gibt es kaum jemanden, der wirklich zufrieden mit sich und seiner Figur
ist. Der eine fühlt sich zu dick, der andere zu dünn. Ein
Trainer in meinem Fitnessstudio sagte mir neulich scherzend, dass er
mir für jede Frau, die zufrieden mit ihrer Figur sei, einhundert
Mark geben würde! Vielleicht hat er ein wenig übertrieben,
aber die Tendenz ist sicherlich da: Viele Menschen leben in einer
andauernden Unzufriedenheit mit sich und ihrem Körper.
Dies muss nicht sein! Mit der Urmethodik haben wir all die Werkzeuge in
den Händen, um unseren Körper nach unseren Idealvorstellungen
zu formen - na ja, wenigstens annähernd. Der kleine Danny De Vito
wird nicht den Ehrgeiz haben, ein Arnold Schwarzenegger zu werden und
aus mir wird niemals eine Pamela Anderson, obwohl ich hiermit nun
wirklich nicht sagen möchte, dass ich diese von Chirurgen
aufgepumpten Formen beneidenswert finde! Es soll nur verdeutlichen,
dass wir alle von der Natur mit den uns eigenen Vorgaben ausgestattet
sind, die es zu akzeptieren gilt.

Es ist eine Tatsache, dass der heutige
Mensch zuviel Fett mit sich herumschleppt. Ein Blick an den Strand in
diesem Sommer bestätigt dies und Prof. Probst hat es in "Medizin
kontrovers" in der letzten Ausgabe von "Natürlich Leben" für
uns dokumentiert. "Verhungern am voll gedeckten Tisch" nennt das
"Worldwatch Institute" das Phänomen, dass 1,2 Milliarden Menschen
weltweit übergewichtig und dennoch unterernährt sind!
Nahrungsmittelkonzerne mit ihren fettreichen und zuckerhaltigen
Produkten manipulieren nicht nur den Geschmack der Massen und den
unserer Kinder, wenn wir nicht aufpassen. Sie sind auch Schuld, dass
nur leere Fett- und Zuckerkalorien zugeführt werden, anstatt der
wichtigen Vitamine, Mineralien und anderer lebensnotwendigen Stoffe,
zudem gibt der Kochtopf allen Vitalstoffen dann den endgültigen
Rest. Das Ergebnis sind dann die verbreitete Fettsucht, aber auch
andere schwerwiegende Gesundheitsprobleme. Wege aus diesem Dilemma
werden uns dementsprechend dann auch an jeder Ecke feilgeboten, aber
leider entpuppen sie sich meistens sehr schnell als Irrwege:
Erst Ende Mai brachte der "Stern" eine Titelstory über den
neuesten "Fitnessguru" Ulrich Strunz: "So bleiben Sie Jung." Wer von
uns fühlte sich da nicht angesprochen? "Forever young" ist ja das
Credo des smarten Mittfünfzigers, der auch noch Kernphysiker und
Internist ist. Vieles von dem, was er sagt, ist zweifelsohne richtig,
allerdings hat er das Wesentliche eben doch nicht begriffen. Er
empfiehlt Rohkost nur halbherzig und "zusätzlich" und er glaubt,
seine Ziele, die wohl hauptsächlich pekuniärer Natur sind,
mit den Pillchen und Pülverchen der Pharmaindustrie zu erreichen!
Nein, und nochmals nein! Unsere Urkost ist "Vollwertkost". Da braucht
man nichts, aber auch gar nichts aus irgendwelchen Laboratorien oder
Fabriken hinzufügen.
"Mangelprobleme" haben wir als Urköstler nun wirklich nicht, da
unsere lebendige Frischkost uns mit allen wichtigen Vitalstoffen
reichlich versorgt. Aber nur im Verbund mit den richtigen
körperlichen Übungen entfaltet sie ihre volle Kraft. (Raw
Power!) Denn ohne sie kann es auch bei Urköstlern vorkommen, dass
sich zu viel oder zu wenig Fett ablagert. Wichtig ist die tägliche
Bewegung, die wir möglichst (wie alles im Leben) mit Freude und
Spaß ausüben sollten. Verkniffen betriebener Leistungssport
ist sicherlich nicht gesund oder natürlich. Aber auf die
Regelmäßigkeit kommt es auch hier an. Ich erinnere mich an
die Aussage eines Motivationstrainers: "Alles, was wir mindestens vier
Wochen jeden Tag zur gleichen Zeit ausführen, wird zur
(hoffentlich lieben) Gewohnheit."
Bei Franz nimmt das Urzeittraining im GGK und in seinen Seminaren aus
gutem Grund einen breiten Raum ein und ich kann seine guten und
durchdachten Übungen immer wieder sehr empfehlen. Am Anfang ist es
auf jeden Fall notwendig, für einen sauberen gesunden Darm zu
sorgen und alle noch vorhandenen Giftstoffe aus dem Körper zu
bringen. Am besten sollte dies durch ein mehrtägiges Erdfasten
geschehen. Ich persönlich lege immer noch jede Woche einmal einen
Erdfastentag ein, weil er mir einfach gut tut und ich den
persönlichen Eindruck habe, dass ich danach die reichhaltigen
Vitalstoffe der Urkost noch besser verwerte. Als idealer Fettanteil am
Körper gilt übrigens für Männer 4- 12 % und
für Frauen bei 6 - 14 Prozent.
Was soll regelmäßiges Körpertraining nun bewirken?
Durch Körpertraining werden unter anderem die Lunge und letztlich
das ganze Organsystem kräftiger, widerstands- und
leistungsfähiger. Der gesamte Körper wird besser mit
Sauerstoff versorgt. Zwischen der Lunge und allen anderen
Körpersystemen besteht eine Wechselwirkung. Nur wenn all diese
Systeme reibungslos und wirkungsvoll funktionieren, sind "strahlende
Gesundheit" (Walker), Fitness und Leistungsfähigkeit möglich
und wir können das Leben mit allem genießen, was es unszu
bieten hat. Zwischen Geist und Körper besteht eine
natürliche, untrennbare Beziehung. Ein Ungleichgewicht
beeinträchtigt das Potential von Körper und Geist. Die Natur
hat beide zu einem unzertrennlichen Bund zusammengeschweißt.
Ich persönlich betreibe seit Jahren Mountain-biking hier bei uns
in der Eifel, weil es mir immer wieder jeden Tag aufs neue Spaß
macht und ich kann sagen: Es wirkt. Es gibt mir Fitness,
Wohlgefühl und Leistungsfähigkeit. Andere laufen lieber oder
skaten, Möglichkeiten gibt es so viele. Aber bitte bewegt euch
immer locker, leicht und beschwingt, ohne große Anstrengung. Euer
Körper soll sich immer im aeroben Bereich befinden, das heisst in
der Praxis, dass wir "ohne aus der Puste" zu sein uns bewegen und es
bedeutet, dass unser Körper etwa zehnmal mehr Sauerstoff tankt,
als in Ruhepausen und somit das Herz, Muskeln, Haut und Hirn mit
erfrischender Energie versorgt. Die dadurch frei gesetzten
Glückshormone (Endorphine) machen entspannt und glücklich.
Die anaerobe Schwelle ist bei jedem unterschiedlich, sie hängt
auch von eurem persönlichen Trainingsstatus ab. Faustregel
für einen guten Puls ist: 180 minus Lebensalter, minus 10 %.

Franz im GGK:
"Wenn wir uns genügend oft und kräftig bewegen, dann
wird unser Blut - der Träger der Nährstoffe - druckvoll durch
die kleineren Blutgefäße getrieben. Dadurch kann es
überall frische Energiestoffe bis in die letzten Winkel des
Körpers tragen. Und auch die Lymphe - Wegträger von
Abfallstoffen- fließt! Herzleiden, Asthma und Heuschnupfen lassen
sich oft schon durch regelmäßiges Laufen heilen. Besonders
die Nieren brauchen "volle Pulle", damit sie schnell die Harn- und
Giftstoffe aus dem Körper ausscheiden. Weil bei intensiv sportlich
Tätigen in ziemlich natürlichen Disziplinen so die
Ausscheidungsorgane stets auf vollen Touren gehalten werden, bleiben
sie trotz schlechter Zivilisationskost vielfach lange von Krankheiten
verschont. Weil bei denen wegen der vielen harten Bewegungsarbeit
Lymphbahnenklappen und -drüsen mit Hochdruck pumpen.
Es sei denn, sie lassen sich mit Ärzten ein, die ihnen
Dopingmittel oder Fitmacher oder schmerzstillende Spritzen verpassen
und somit zusätzlich die gefährlicheren chemischen Gifte in
den Körper einbringen. Während der Organismus mit den
Nahrungsgiften oft einige Zeit noch fertig wird, vermag er das mit den
Chemiegiften nicht. Daher erklären sich die seltsamen
Leistungsabfälle und Infekte, unter denen die Spitzensportler
vielfach leiden. Und: Spitzensport zu machen, das fällt keinem
Affen ein. Deshalb ist er unnatürlich und wirkt sich später
schädlich aus.
Wie schwer es mir selbst auch manchmal fällt, bei jedem Wetter
loszulaufen - unterwegs sage ich mir dann immer: Dafür kriegst Du
auch nie im Leben ein Lungen- oder Herzleiden. Oder Asthma! Allein der
Gedanke, später mal nicht genug Luft zum Atmen zu bekommen - das
lässt mich gleich froher und leichtfüßiger
weitertraben." Wenn Du Dich allein nur schwer zum Laufen aufrappeln
kannst, dann höre mal bei den Krankenkassen nach. Die organisieren
des öfteren Lauftreffs. Da lernst Du auch mal eine andere Sorte
Menschen kennen. Nämlich solche, die erkannt haben, dass man aktiv
sein und etwas für seinen Körper tun muß, um stets ein
angenehmes Leben zu führen. Eines, das Freude macht. Also auf
jeden Fall Bewegung, Bewegung, Bewegung!" Soweit Franz dazu.
Auch Erwin Kaussner gibt viele wertvolle Tipps. Er betont, dass jedes
körperliche Training individuell nach Geschlecht, Alter und
Trainingsstand gestaltet werden sollte. Vor dem Ausdauertraining wie
Laufen, Fahrradfahren oder Skaten kann man seine Kohlenhydratspeicher
(Leber und Muskeln) zur schnellen Energiegewinnung mit frischen
Früchten noch ein bisschen auffüllen. Auch zwischendurch kann
man wegen der Mineralien und Kohlenhydrate immer mal wieder zu
Früchten greifen. Bananen, Datteln und frische Feigen (wenn
erhältlich) sind eine wahre "Powernahrung".
Etwas, was mir persönlich auch immer viel Energie gibt, sind
Zitronen. Ich schneide sie in kleine Stücke und verzehre sie gerne
nach einer körperlichen Anstrengung. Dies klingt etwas
ungewöhnlich, es soll aber auch ein Tipp aus dem amerikanischen
Hochleistungssport sein.
Dass vieles in der "Körpergestaltung" in unserer Hand liegt,
konnten einige von euch Ende Juni beim Treffen mit den amerikanischen
Vertretern von "Nature's First Law" Stephen Arlin und David Wolfe
erfahren: Ihr konntet sehen: Bodybuilding und -styling ist auch ohne
"Pillchen und Pülverchen" auf gesunde Art und Weise zu
bewerkstelligen. Nun müssen wir nicht alle zum "Bodybuilder"
werden, aber wer interessiert ist, einen gesunden Muskelaufbau zu
betreiben, wird sicherlich viel Nützliches aus dem Buch "Raw
Power" von Stephen Arlin ziehen. Er beleuchtet viele Aspekte bei diesem
Unterfangen und behält die Gesundheit fest im Auge. Denn wer
möchte schon einen muskulösen Körper haben, um mit
spätestens 50 Jahren dann an Herzversagen zu sterben? (Wie so
viele falsch trainierende Bodybuilder?)
Stephen berichtet von dem viermaligen "Mr. Universe" - Titelträger
Bill Pearl, der dieses Ziel auf vegetarischem Wege erreichte. Hier gilt
es noch besonders viel Aufklärungsarbeit zu leisten, denn viele
glauben immer noch, dass tierisches Eiweiß wichtig für den
Muskelaufbau oder überhaupt wichtig für ein gesundes Leben
sei.
Gestattet mir hierzu noch ein paar grundsätzliche Anmerkungen:
Wenn ich diese - längst überholten - meistens
interessengeleiteten Behauptungen vornehmlich der Fleischerinnung und
anderer "Verkaufsprofiteure" lese, denke ich immer an die sehr wahre
und treffende Aussage von Karlheinz Baumgartl:
"Schlachthöfe sind Stätten der Grausamkeit gefühlloser
und gedankenloser Menschen. Kein Kind würde diese Grausamkeit
ertragen. Deswegen zeigen Fleisch essende Erwachsene ihren Kindern
solche Stätten nicht." Oder an Albert Schweitzer, der den
ethischen Aspekt sehr schön mit folgenden Gedanken umschreibt:
"Durch die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben gelangen wir in ein
geistiges Verhältnis zum Universum. Die Verinnerlichung, die wir
durch sie erleben, verleiht uns den Willen und die Fähigkeit, eine
geistige, ethische Kultur zu schaffen, durch die wir in einer
höheren Weise als der bisherigen in der Welt daheim sind und in
ihr wirken. Durch die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben werden wir
andere Menschen!" Soweit dieser kleine Abstecher ins
Grundsätzliche.
Stephen Arlin beschreibt in seinem Buch aber auch noch die anderen
wichtigen Komponenten bei einem gesunden Muskelaufbau. Da ist
zuallererst die richtige mentale Einstellung zu nennen. Zuerst muss
jeder für sich seine Ziele im Kopf formulieren und auch wirklich
an den eigenen Erfolg glauben. Ein echter "Gewinner" wird man zuerst im
Kopf! Kein Olympiasieger steht jeden Morgen auf und überhäuft
sich selber mit Zweifeln. So lange wir uns schwach fühlen, werden
wir wohl auch schwach bleiben. Formuliert euch eure Ziele also erst
einmal in der Theorie und packt die Praxis dann mutig und
selbstbewußt und ohne zermürbende Zweifel an.
Das Wissen, dass wir mit unserer lebendigen Urkost
ernährungsmäßig immer auf der "Gewinnerseite" sind,
hilft zum Aufbau dieses Selbstbewusstseins natürlich sehr.
Und so nimmt die Ernährung einen wichtigen Teil auch in seinem
Buch ein. Er rät, niemals zu essen, wenn man müde ist,
niemals zu essen, wenn man Schmerzen hat oder unter Stress steht,
niemals Gekochtes zu essen, niemals tierische Produkte zu essen,
niemals zu viel zu essen, niemals pflanzliche Nahrung zu essen, die
Pestizide enthält (Supermarktware!) und niemals
"Nahrungsergänzungsmittel" oder synthetische Produkte zu sich zu
nehmen. Es gibt eben keine magischen Produkte oder Einzelstoffe, die
uns helfen könnten, es ist immer ein Prozess, der zum Ganzen
gehört und sich nur so wirklich segensreich auswirken kann!
Vitamin C z. B. ist als Vitaminpillchen eben nur Ascorbinsäure,
aber im Verbund mit der ganzen Pflanze ist es der gesamte Vitamin C -
Komplex, es sind die wichtigen Bioflavonoide der Pflanze im Verbund mit
noch anderen - teilweise noch unentdeckten - Vitaminen und Vitalstoffen.
Franz weisst in seinen Schriften immer wieder auf die Kraft und
wichtigen Inhaltsstoffe unseres geliebten "Grünfutters" hin ,
welches mit den Kulturpflanzen nicht vergleichbar ist. Und es ist
wunderbar zu erleben, dass auch die "Jungs aus Amerika" diesen Weg mit
uns gehen!
Stephen Arlin teilt die Nahrungsmittel in folgender Reihenfolge nach
der Wertigkeit ein:
1. Grünblättriges Gemüse (Wildpflanzen sind das Beste!)
2. Süße, wasserhaltige Früchte (Melonen, tropische und
subtropische Früchte)
3. Fette (Avocados, Kokosnüsse, Samen, Oliven, Durian etc.)
Der nächste Teil beschreibt dann die Übungen, die
täglich zu absolvieren sind und welche möglichst von
täglichem Sonnenbaden abgerundet werden sollten. Ihr seht, wir
haben viele Möglichkeiten: In der Natur und im Schöpfungsplan
liegt alles, was wir brauchen, um unsere Gesundheit zu erhalten oder
wieder zu gewinnen. Nutzen wir sie!
Literatur:
Stephen Arlin, "Raw Power"
Erwin Kaussner, "High Energy für Champions", Eviva-Verlag
Franz Konz, "DER GROSSE GESUNDHEITS-KONZ"
Rezept für einen "Powerdrink":
1 Trinkkokosnuss (Saft und das
Fruchtfleisch)
1 Avocado
2 Handvoll Wildpflanzen
Alles in einer Küchenmaschine zu einem cremigen Energietrunk
vermixen.
(Artikel erschienen in der "Natürlich Leben", Nr. 4/2000)

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