Immer Vegan Immer Roh


Aus Liebe zu uns und unserer Welt: Immer vegan und immer roh!

    Es gibt für mich keinen ernsthaften Zweifel, dass die konsequente vegane
    Lebensweise, die den Gebrauch, besser: Missbrauch von Tieren ausschließt,
    langfristig und nachhaltig von großem Wert für uns und unsere Welt ist. Ich
    meine dabei die vegane Rohkost, die rohköstliche, pflanzliche Ernährung (mit
    hohem Wildpflanzenanteil), die Tiere oder Tierprodukte ausschließt und
    Nahrungsmittel nur in ungekochtem Zustand beinhaltet.

    Leider praktizieren die
    meisten Veganer (in Deutschland und auch weltweit) eine "gekochte Variante", die
    häufig auf Getreide basiert.

    Die Entscheidung für eine vegane Ernährung hat meistens ethische und ökologische Beweggründe. Mitleid für alle
    Kreaturen steht dabei oft an herausragender
    Stelle. Allerdings werden bei der typischen veganen Ernährung viele Schäden, die
    durch die Verarbeitung, die Lagerung und den Verkauf von Lebensmitteln
    verursacht werden, nicht ausgeschlossen. Die Produktion der Kochgerätschaften
    und die Ausbeutung fossiler Energien sollen nur kurz angedeutet werden. 

    Die vegane Ernährung basiert hauptsächlich auf Getreide und Soja und ist
    integraler Bestandteil in unserem derzeitigen System aggressiver
    landwirtschaftlicher Bebauung, bei der fast immer das Erreichen optimaler
    Erträge im Vordergrund steht. Dies wird vornehmlich durch die Ausbringung von
    Millionen Tonnen von Pestiziden, Herbiziden, Fungiziden erreicht. Felder, in
    denen alles wirkliche Leben ausgerottet ist und nur noch das ertragreiche Korn
    stehen geblieben ist, ersetzen Landschaften mit Blumen, Kräutern und Früchten.
    Nein, sie werden nicht ersetzt, sondern verdrängt und vernichtet. Eine Produkt-
    und Gewinnmaximierung in schlimmsten kapitalistischen Sinne ohne Rücksicht auf
    die Folgen für den einzelnen Menschen, die Menschheit und das Schicksal unseres
    Planeten.

    Weil die Lebensmittelindustrien unsere Nahrung industriell produzieren und wir
    nicht mehr davon leben, was die Natur uns zur Verfügung stellt, vermehrte die
    Menschheit sich so rasant, dass die Natur allein sie nicht mehr ernähren kann.
    Ein Teufelskreis, den wir begannen, als wir uns nicht mehr - wie in den ersten
    2,5 bis 3 Millionen Jahren menschlicher Existenz - nach den Gesetzen der Natur ,
    sondern seit etwa 10. 000 Jahren nach den Gesetzen von "Ackerbau und Viehzucht"
    ernähren. Und so leiden wir nun an einer endlosen Kette aus zerstörter Natur,
    Umweltkatastrophen und Kriegen, die zunehmend auch um natürliche Ressourcen
    geführt werden.

    Eine Besinnung auf die vegane Rohkost wäre ein Beitrag, um die verhängnisvolle
    Krise zu überwinden. Jeder und Jede kann bei sich anfangen! 

    Am Anfang - in der
    Umstellungsphase - nehmen viele Rohköstler noch Mahlzeiten ein, die eher an
    Gourmetrezepte vergangener Kochkostzeiten erinnern. Die Vergleiche, die da
    manchmal in den Broschüren von Fruchtversendern gemacht werden, erinnern eher an
    eine noch nicht ganz ausgereifte Beziehung zur Rohkost! ("Safu - erinnert an
    Salami-Pizza"!)

    Viele unserer weiterstrebenden und suchenden Freunde hängen wohl noch zu sehr an
    den "Genüssen" ihrer Kochzeit und zaubern am Anfang auch mit Küchenmaschinen und
    Entsaftern Mahlzeiten, die an Raffinesse den Kochkostschlemmereien nicht
    nachstehen.

    Allerdings ist der dadurch verursachte Ressourcenverbrauch im Vergleich zur
    Kochkost schon viel geringer, und außerdem gehen die meisten nach dieser
    Anfangsphase nach und nach dazu über, die rohen Köstlichkeiten aus dem Garten
    der Natur einfach "von der Hand in den Mund" zu genießen: Immer wieder gehen
    meine Tochter Laura und ich in den Sommermonaten mittags zum Essen einfach auf
    die Wiese und dort genießen wir die mitgebrachten Früchte und Obstsorten mit dem
    Wildgrün vor Ort. Dies ist einfach die beste Art Urkost zu essen, wie wir
    finden.

    "Waschen und Essen!" Noch besser: "Pflücken und Essen" lautet die
    lebenserleichternde Devise und so kann jede Mahlzeit auch zu einem Beitrag zur
    Gesundung dieser Erde werden. Wir sparen Zeit, Mühe und Energie, was immer auch
    zu besserer Gesundheit führt und damit ist dies einer der weiteren wichtigen
    Gründe für die rohe Variante veganer Ernährung: 

    Sie bringt uns einen Zuwachs an Vitalität, an Glücksgefühlen und innerer
    Balance, was uns, die wir es hundertprozentig leben, so überaus zufrieden macht
    und wir eben nicht wieder "in den Kochtopf fallen" oder gar zu "Junkfood-
    Ausflügen" animiert werden. Diese Ausgeglichenheit und Zufriedenheit, zusammen
    mit einem guten und gesunden Körpergefühl, wiegen meines Erachtens. schwerer,
    als jede nur intellektuelle Überzeugungsarbeit, die allerdings auch zu diesem
    Thema geleistet werden sollte!

    Kochende Veganer und rohköstliche Veganer sollten also voneinander lernen: Die
    vielen Veganer, die aus ethischen und ökologischen Gründen zu dieser
    Ernährungsform kommen und die rohköstlichen Veganer, die meistens aus
    gesundheitlichen Gründen dazu stoßen und die ethischen Aspekte weniger beachten.
    Sie alle könnten voneinander lernen und sich gegenseitig so "befruchten"!

    Im ethisch, ökologisch und gesundheitlich begründeten rohköstlichen Veganismus
    hätten wir dann eine kraftvolle Position, um zu einer wirklich nachhaltigen
    Gesundung unserer Erde beizutragen. Dies könnte einen wirklichen globalen
    Wechsel kreieren, weg von der ausbeuterischen Landwirtschaft und der toten
    Kochkost, hin zu einer friedlichen und stillen Revolution, welche uns Menschen
    erlauben wird, wieder glücklich und würdevoll als friedliches Mitglied unter
    allen die Erde bevölkernden Lebewesen zu leben. 

    Was wir als Urköstler nicht mehr brauchen, bzw. verbrauchen:

    Töpfe, Pfannen, Herde, Woks, Mikrowellen, Toaster, Backutensilien und
    Gerätschaften Geschirrspülmittel, Spülbürsten, Geschirrspüler,

    Produkte der Lebensmittelindustrie und -chemie, Verpackungen

    Wir brauchen keine Werbung mehr, weniger Transportkosten, keine ärztlichen oder
    zahnärztlichen Versorgungen

    Keine künstlichen Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel und keine Pillen für das
    Wohlbefinden

    Keine Getränkefabrikanten, keine Bierbrauereien und vieles andere auch nicht
    mehr (Liste unvollständig!)

Brigitte Rondholz

    


Letzte Änderung: 3.11.2001 18:17:42 - Autor: Brigitte Rondholz - Letzter Autor: Brigitte Rondholz
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