Robert Seite


Hier ist sie nun, meine Wiki-Seite.

Alter: Unwichtig; so zwischen 35 und 45. Aber - irgendjemand soll gesagt haben, dass man jedes Jahr älter wird ... ? So ein Unsinn :-)

Größe: 1,79m

Gewicht: 70 kg

Beruf: Dipl.-Ing.

Freundin / Liebesbeziehung: Keine, im Moment. Möchte aber jetzt nach 3 Jahren ohne Liebespartner wieder eine symphatische Rohkost-, oder beinahe Rohkostpartnerin kennenlernen. Damit nicht nur die Früchte und die Ernährung paradiesisch, sondern auch die Liebe und das Leben paradiesisch werden kann. Bis bald :-) !

Lieblingstiere:

Hunde und Pferde

Wenn ihr noch etwas von mir lesen wollt, hier ist noch eine Reiseerzählung meiner letzten Thailandreise. Thailand, das Land der Duriane, der Jackfrucht, der Ananas, der Mango, der Kokosnuß, der Papaya, der ...

Aber lest doch selbst:

Sanuk, Stravo und die Kokosnuß: thailändische Wunder?

Eine etwas andere Urlaubsgeschichte aus Thailand

Während ihr, liebe Leser, hoffentlich noch tief und ohne allzu große Sorgen schlummert, ist hier im Süden Thailands, auf der Insel Samui, schon die Sonne aufgegangen und steht so hoch am Himmel, dass die Palmen lange Schatten auf einen schneeweißen Sand zeichnen. Und davor das Meer wie ein riesiger Türkis…

Und die Banane wird nicht angebaut. Wie auch? Sie wächst wo man auch hinschaut. An der Straße, im Wald, im Dschungel. Überall. Genauso Papaya und Mango, Durian, Rambutan, Zimtapfel; die ganze tropische Palette wächst einfach so, ohne groß „Hallo“ zu schreien. Sie fallen zunächst kaum auf in dem allgegenwärtigen Orgasmus vom Grün der Palmen und dem gleißenden Licht des anderen Planeten, der da hoch oben von morgens sechs bis abends sechs am Himmel brennt. Aber wo man auch geht und steht, ein Papayabaum oder eine Bananenstaude ist nicht weit.

Doch was an Häufigkeit bei weitem alles übertrifft, ist die Kokosnuß. Man muß schon fast aufpassen, nicht von den Kokosnüssen erschlagen zu werden, wenn man am Strand herumschlendert. Es war für mich in zweierlei Hinsicht ein köstliches Erlebnis, in einem Strandrestaurant eine frische Kokosnuß zu bestellen. Nach meiner Bestellung nickte der Besitzer kurz, ging von der Terrasse einige Meter an den Strand zur nächsten Kokospalme und nahm einen etwa 8 Meter langen Bambusstab in die Hand, an dessen oberen Ende ein kleines, gebogenes Messer angebunden war. Damit schnitt er dann eine Kokosnuß frei, die nur noch die knapp 10 Meter Fallhöhe überwinden musste, um in weißen, weichen Sand zu fallen. Das ganze dauerte genau zwei Minuten. Mit zwei Schlägen war die Kokosnuß geöffnet und der Geschmack war atemberaubend. Ja, so ist das hier. Wenn man Hunger hat, geht man in den Wald oder zu einem nahegelegenen Markt. Aber auch überall am Rand der Straße findet man kleine Stände, die tolle Sachen feilzubieten haben.

Und was kostet das alles? Wirklich nur ein paar Baht. Die Kokosnuß etwa kostet 10 Baht, dass sind dann umgerechnet etwa 0,50 DM. Ja, unsere tolle Trinkkokosnuß Pagode kostet hier live und life 50 Pfennig! Und das in einer unglaublichen Qualität. Klar, denn der Transportweg und die Transportzeit entsprechen der Fallhöhe der Kokosnuß vom Baum. Und die 50 Pfennig fallen auch nur dann an, wenn man sie auf dem Markt kauft. Bedient man sich vom Baum oder sammelt die, die schon heruntergefallen sind, sind die Wunder der Tropen sogar kostenlos zu haben. Das gilt übrigens auch für die anderen Köstlichkeiten: also Mango, Papaya, Durian, Bananen. Das Beste kann man halt nicht mit Geld bezahlen.

Hier zu verhungern wäre etwa so, wie am Äquator erfrieren zu müssen! Es geht also nicht. Es sei denn, man würde auf die Idee kommen, sich in einen Eisschrank einzuschließen. Und wer macht das schon. Und das dazu noch freiwillig. Oder ... - machen wir das in Deutschland etwa so? Uns besseren Wissens vom Leben aus- und wegzuschließen, damit wir das Paradies nicht sehen müssen. So komfortabel der Eisschrank auch ausgestattet sein mag, kann er wirklich das ersetzen, was tief in uns nach Realisation ruft? Manchmal sogar schreit. Verzeiht mir diesen emotionalen Schlenker. Aber so ist das nun mal. Wenn man stundenlang auf das Meer schaut. Dann tauchen sie auf, ganz weit draußen, da, wo sich Meer und Himmel treffen. Da tauchen sie auf die neuen und anderen Sichtweisen der Dinge, wenn nicht gar teilweise schon Antworten auf die Fragen, die man schon so lange mit sich herumschleppt. Doch das wäre dann wieder eine ganz andere Geschichte.

Viel lieber möchte ich noch von den drei Konstanten auf Samui erzählen. Drei Konstante, die dem Leben hier ein außergewöhnliches Gepräge geben. Da wäre zum einen der Lauf der Sonne. Sie geht um 6 Uhr morgens auf und geht genau 12 Stunden später, um sechs Uhr abends wieder unter; um dann genau 12 Stunden später, also um 6 Uhr morgens, wieder aufzugehen. Ein Gesellschaftsspiel, das schnell gelernt ist, und dessen Spielregel wohl nie streitig ausgelegt werden kann. Und das Leben in einen ersten großen Rahmen stellt und ihm eine Ordnung vorgibt, die man zweifelsfrei als natürlich bezeichnen darf.

Und dann die Sonne selbst, die jeden Tag gleich ihre volle Energie abgibt und in enger Kooperation mit dem Meer ein Klima schafft, das dieses tropische Wunder erst ermöglicht. Und dem „Fremden“ aus kühleren Regionen den Zutritt zu seiner doch eigentlich angestammten Heimat zu Anfang schon erschwert.

Und zum Dritten die verlässliche Feierfreudigkeit der Menschen auf Samui. Sie feiern alles. Den Vollmond, den Halbmond, den Samstag, den Sonntag; überhaupt jeden Tag. Einfach so. Weil er da ist! Sanuk heißt das Zauberwort, von dem die Menschen hier auf Samui scheinbar nicht genug bekommen können: Spaß und Freude. Und sie buchstabieren uns Fremden dieses Sanuk jeden Tag erneut; auch in den kleinen Dingen ihres Lebens. Heruntergefallene Mundwinkel werden so schnell nach oben korrigiert, ja förmlich nach oben gemeißelt. Sanuk, ein Antidepressivum der besonderen, der natürlichen, der menschlichen Art. Sanuk, ein Rezept, dass jeder Arzt ohne Nebenwirkungen, zumindest ohne schädliche, verschreiben könnte. Ein Rezept jedoch, das nur in einem halbwegs gesunden und menschengerechten Großzusammenhang wirkt. Stabile menschliche Beziehungen, eine intakte Umwelt und ein gesunde Ernährung sind sicher die drei Hauptpfeiler, auf denen dieser Rezeptblock ruht. Sanuk, ein Rezept also, das uns kein Arzt, sondern das wir uns nur selbst ausstellen können. Sanuk, die tägliche Meditation, die auch als Lebensplan taugt.

Und da war da noch der Papagei: Stravo. Unser Strandpapagei. Sein Käfig war direkt am Eingang der Restaurantterrasse, da, wo auch der Besitzer immer sitzt. Und so begrüßt jeder, der die Terrasse betritt, den Besitzer mit einem netten „Hallo“. Da der Papagei nun mit der Zeit wohl schon einige tausend „Hallo“ gehört hat, sagt auch er jetzt sein „Hallo“ gleich immer mit dazu! Köstlich. Er kann sein Hallo in allen Variationen. In Männerstimmen, Frauenstimmen, oder das Hallo eines kleinen Kindes. Ein kurzes, knappes, oder ein langes, breitgezogenes Hallo. Das Repertoire seines Hallo schillert in allen möglichen Farben; und in allen Nuancen davon. Einfach meisterhaft.

Doch es bleibt immer nur bei diesem Hallo. Ich habe ein wenig Zutrauen zu Stravo finden und ihn zum Schluß auch vorsichtig streicheln können. Und habe mich gefragt, was ich lernen kann, von diesem Papagei: Denn sind wir nicht selber auch trotz unserer Möglichkeiten nur bei unserem „Hallo“ geblieben? Sitzen wir nicht auch in unserem Käfig und beherrschen unsere „Hallo´s“ immer perfekter, aber auch nicht mehr? Immer mehr wissend, dass wir in einem Käfig sitzen, haben wir doch Angst davor, diesen Käfig zu sprengen und zu verlassen, um unser Repertoire erweitern zu können. Haben wir Angst davor, mit anerzogenen Traditionen, die diesen Käfig gebaut haben, zu brechen, um neue, andere Räume zu betreten und Erfahrungen zu machen, die unvorstellbar jenseits unseres Käfigs liegen. Unvorstellbar jenseits, und doch ist es nur ein Schritt hinaus. Ein Schritt, der das „Hallo“ zu einem „Good bye“ werden lassen könnte. Ein harmonisches und ein versöhnliches „Good bye“, das die bisherige Zeit anerkennt und ehrt, doch das frei macht für das Neue. Das Neue zu finden in mir, wer ich wirklich bin und was ich wirklich möchte, losgelöst von tradierten Gewohnheiten und Handlungsmustern. Das Neue zu finden im Umgang mit mir selbst und mit meinen Mitmenschen; in der Beziehung, oder auch im Arbeitsleben. Über den gekochten Tellerrand hinauszuschauen um neue, tolle Geschmacks- und Lebensparadiese finden zu können. Die neue Jugend zu finden in mir selbst. Denn Jugend bedeutet, sich auf etwas einzulassen, dessen Ausgang man zunächst nicht ahnen kann. So entdeckt jedes Kind die Welt, wohl das Aufregendste, was man sich vorstellen kann.

Diesen Ausschnitt der Welt haben wir jetzt kennen gelernt und unser „Hallo“ fast bis zur selbstzerstörerischen Perfektion gelernt. Es wird jetzt Zeit, das wir unseren Wortschatz erweitern.

Ich wünsche uns, dass wir immer mehr den Mut finden können, kindlich zu sein. Den Mut finden können, den Käfig immer öfter zu verlassen, um das ein oder andere Wort der großen Bibliothek, die wir noch lernen dürfen, zu ergattern. Damit nicht nur die Früchte, sondern unser ganzes Leben paradiesisch werden kann. Hallo Stravo! Danke. Und … – good bye.

Und nicht vergessen! Die Natur legt uns den Schlüssel, die Käfigtür aufzuschließen, auf Ihre ganz eigene Weise charmant in die Hand: natürliche, rohe Früchte. Und gibt uns die Kraft, die dann schon einmal aufgeschlossene Tür auch wirklich aufstoßen zu können: wilde, tiefgrüne, chlorophyllhaltige Produkte wie Wildkräuter und Wildgemüse. Nur mit den beiden Schlüsseln zusammen ist der Schritt nach draußen zu machen, da wir so sensibilisiert werden für eine andere Kraft und eine andere Wahrheit, die sich sonst leider hinter dicken Nebelschleiern verbergen muß. Natürliche, rohe Früchte plus Wildkräuter und Wildgemüse; eine Symbiose, die in die Freiheit führt.

Ich möchte diesen Artikel mit einem Zitat aus dem tollen Naturerlebnisband „Weltenbummler – Eine afrikanische Geschichte“ von Hardy Krüger, und seiner Frau, Anita Krüger, schließen, das sagt:

´In diesem Zustand der Pause holte sich die Natur zurück, was ihre ureigenste Sache ist. Vom Menschen anfangs unbemerkt, machte sie sich an das Wunder. Aus hartgebackenen Sümpfen schoß wieder Gras. Verdörrte Bäume wurden wieder grün. Neue Büsche wuchsen zwischen staubigem Gestein hervor. Aus der Wüste Tsavo ist abermals ein grüner Park geworden. Der Mensch sollte aus diesem Ereignis lernen. Wir hier im Tsavo sind auf dem besten Weg dazu. Wir verstehen es jetzt, die Natur allein zu lassen. Denn wenn wir ihren Zyklus regulieren wollen, richten wir nur unvorhersehbaren Schaden an.`


Letzte Änderung: 27.4.2005 08:47:27 - Autor: Brigitte Rondholz - Letzter Autor: Robert
Home