N L Artikel Tiere Sind Unsere Freunde


NL-Artikel/ Brigitte Rondholz/ April 2002

Tiere sind Mitgeschöpfe und Freunde! (Für ein neues Denken und die Verankerung von Tierethik und Tierrechten in unserem Bewusstsein und in unserer Gesetzgebung)

Zwei hervorragende Persönlichkeiten in diesem Kampf für unsere Mitgeschöpfe sind Franz Konz und Helmut F. Kaplan. (Über diesen bedeutenden Philosophen werde ich im nächsten Heft berichten.)

Oft sind es Begegnungen mit herausragenden Menschen und Persönlichkeiten, oftmals auch "nur" in Buch- oder Schriftform, die uns manchmal, wenn wir Glück haben, inspirieren, eingefahrene Geleise zu verlassen und - wenn nötig! - auch gegen den Strom zu schwimmen. Und diese beiden mutigen und aufrechten Männer gehören für mich persönlich dazu. Seit ich denken kann, war ich schon immer voller Skepsis dem Fleischkonsum gegenüber. Die Konsequenzen daraus, nämlich eine wirklich vegane Ernährung zu praktizieren, habe ich allerdings erst später gezogen, nachdem ich mit der Urkost vertraut wurde. Dafür werde ich Franz Konz immer dankbar sein.

Dass es uns allen mit dieser veganen Frischkost viel besser geht, ist für uns Urköstler so offensichtlich und schon so selbstverständlich, dass wir so manches Mal vergessen, dies überhaupt noch zu erwähnen. Manchmal ist es für mich geradezu unverständlich, dass nicht jeder vernünftige Mensch guten Willens dies einsehen kann. Auch die Gründe, warum wir Menschen schon von der Physiologie her einfach keine Fleischfresser sind, sind uns allen längst bekannt. David Wolfe hat sie in seinem Buch "Die Sonnendiät" wieder einmal gut auf den Punkt gebracht: Bei sorgfältiger Betrachtung seiner gegenüberstellenden Tabelle kann man nur den Schluss ziehen: Der Mensch ist weder Carnivore (Fleischesser), noch Omnivore (Allesesser), sondern ein Herbivoren/Frugivore (Früchteesser)."Bedarfsgerede" der Instinctos erscheinen gerade auch in diesem Licht immer lächerlicher für mich und eine merkwürdige Rationalisierung ihrer Fleischeslust zu sein.

Nachdem es sich nun auch bei den vielen Rohkostablehnern und ihren Interessengruppen herum gesprochen hat, dass vegane Rohköstler eben keinen Vitamin B 12 Mangel haben, weil dieses reichlich mit den Mikroorganismen auf den Wildpflanzen eingenommen wird, resp. von einem sauberen und gesunden Darm produziert wird, sollten auch wir dieses vorgeschobene Thema endlich ad acta legen. 1) Aber die Gegner werden sicherlich bald wieder neue Gründe finden, um die Rohkost madig zu machen, da bin ich mir sehr sicher - schließlich kann man mit ihr nichts verdienen, und dies behagt so manchem aus den Kartellen natürlich nicht.

Allerdings ist es nicht nur dieser tagtägliche millionenfache Tiermissbrauch, der abzulehnen ist, sondern unser Widerstand sollte auch den widerlichen und barbarischen Tierversuchen und vielen anderen Missbräuchen (Jagd z.B., auch darauf komme ich später zurück!) gelten.

Es gehört zu den ganzen großen Verdiensten von Franz mit seiner aufrüttelnden und eindringlichen Sprache hier immer wieder den Finger in diese schmerzliche Wunde zu legen. Welcher Mensch, mit einem mitfühlenden Herzen, wird nicht von den erschütternden Aufklärungsbildern und Texten in seinen großartigem Buch "Der große Gesundheits-KONZ" aufgerüttelt? Wie von dem Bild eines gequälten und aufschreienden Primaten auf Seite 86, mit der Überschrift: "Was ihr den geringsten meiner Geschöpfe antut, das habt ihr mir angetan!" Lest es bitte noch einmal gründlich, kopiert es und reicht es im Familien-- und Freundeskreis weiter.

"" Blick mir in die Augen, für nur ein, zwei Minuten. Wenn
Du dann noch meinen Blick erträgst, ohne dem Weinen nahe zu sein, wenn es Dich dann noch nicht in der Kehle würgt und Du Dich schuldig fühlst, dann ist auch Dir das Herz zu Stein geworden. Ich bin ein von Gott geschaffenes lebendes Wesen - so wie Du! 99% unserer Gene sind gleich - mir fehlt nur die Sprache. Erbarmen! Erbarmen, o Bruder Mensch!

Lass es nicht länger zu! Beende mein unsagbares Leid für den Profit der Ärzte und Pharmazie. Wende Dich ab von einer Wissenschaft, die Milliarden meiner Geschwister diese Verbrechen kalten Blutes antut. Jahr für Jahr. Wie kannst Du nur glauben, eine solche Wissenschaft könnte gut für Dich und die Erde sein oder Dir selbst Vorteile bringen? In den wissenschaftlichen Laboratorien und Universitätsinstituten der Welt werden täglich weit über 300.000 Tiere zu Tode gefoltert. Jährlich 90 Millionen in den USA, 14 Millionen in der Bundesrepublik Deutschland, 5.5 Millionen in der Schweiz.

Diese Schulmedizin baut auf milliardenfacher Tierfolterung auf

Im Chor der Hoffnungsmache der Ärzte und Forscher zwecks weiterem Erhalts von Geldmitteln erklingt immer wieder der Satz, dass sich dieses oder jenes angekündigte Wundermittel im Tierversuch bereits als erfolgreich erwiesen habe. Dabei muss jedem der gesunde Menschenverstand sagen, dass eine künstlich in ein Tier eingebrachte eine gänzlich andere Krankheit ist, als eine, die sich in einem Menschen auf Grund seiner Lebensweise, seines seelischen Zustands und seiner eigenen Erbanlagen entwickelte. (sic!)

Nur wenn niemand mehr Tabletten schluckt und chemisch-kosmetische Artikel braucht, enden diese Qualen für unsere Tierbrüder. Alle, die den Fabrikanten diesen Dreck abnehmen, machen sich am milliardenfachen Leid der Tiere mitschuldig, die in den Labors nach unendlicher Tortur getötet werden." Und:

"Hast Du denn nicht damals im Fernsehen die voller Furcht geweiteten Augen des kleinen Rhesusäffchens gesehen, sein hilfloses Umklammern der Gitterstäbe seines 30 x 40 cm Käfigs, als man es ins Versuchslabor zu seinen wissenschaftlichen Folterknechten schob, vor deren Gefühlskälte einem der Speichel im Mund zum Ausspucken gefriert? Oh - dieses Untier Mensch! Ich wiederhole, damit es sich tief in Dir verankert: Die Qual, die man diesen unschuldigen, liebenswerten Geschöpfen Gottes antut, zieht (und ich weiß hier wirklich nicht, ob ich »zum Glück« oder »zum Unglück« sagen soll) in alle die ein, welche die aus den grässlichen Torturen unserer Brüder entwickelten Medikamente gedankenlos und ohne Skrupel einnehmen. Denn nun übertragen sich Ängste und Leiden der gemarterten Tiere in sie selbst als ausgleichendes Rachenehmender höheren Macht über uns. Auch heute werden 23.000 Tiere getötet. In deutschen Versuchslabors werden heute, wie durchschnittlich jeden Tag, 23.000 Hunde, Katzen, Schafe, Hamster, Ratten, Mäuse, Kaninchen, Hasen und Frösche getötet. Dies geht aus einer Statistik der pharmazeutischen Industrie hervor. Tierschutzorganisationen schätzen, dass tatsächlich fast dreimal so viele Tiere sterben müssen. Ich will den heute durch die Mediziner wieder getöteten Kreaturen Stimme verleihen: »Was hab' ich Dir getan, o Mensch? Was zwingst Du mich, der ich die Freiheit, das Draußensein, das Herumtollen mit Dir so liebte, der ich mich meines kleinen Lebens auf der Erde so freute, was zwingst Du mich in dieses Gestell aus kaltem Eisen und schneidenden Ledergurten, die meine Glieder unbarmherzig auseinanderziehen? Was hab' ich Dir getan, o Mensch? Erkennst Du nicht, dass mir der Schöpfer ein Gesicht wie Deines gegeben hat? »Was hab' ich Dir getan, o Mensch, dass Dir keine Folter zu grausam, keine Scheußlichkeit zu schrecklich für mich und meine Brüder scheint? Mit Gasen verätzt Du unsere Bronchien und Lungen, dass selbst jeder Atemzug zu einem Messerstich wird. Du jagst stärkste Stöße von Strom durch unsere Leiber, die Du verbrennst, vergiftest, ertränkst. Und das ohne die Gnade eines Schmerzmittels. Weil dies angeblich die Ergebnisse für die Medizinforschung verfälschen könnte. 1.700 Jahre lang forschst Du bereits an unseren Reaktionen auf solche Folterungen, mit dem Ergebnis, dass Du immer mehr von Krankheiten heimgesucht wirst. Mit Nervengiften rufst Du in uns die schrecklichsten Krämpfe hervor, ins Gehirn einzementierte Elektroden treiben uns in den Wahnsinn. Durch chemische Mittel erzeugst Du die schlimmsten Leiden in uns, stichst uns die Augen aus, wenn Dich einer dafür bezahlt. Du steckst uns in Gefrierschränke, unseren langdauernden Erfrierungstod beobachtend, setzt uns auf glühende Platten - gnadenlos zusehend, wie wir uns in Schmerzenstänzen windend, unsere Pfoten der roten Glut zu entziehen suchen. Mit Apparaturen aus Stahl zerbrichst Du unsere Knochen oder zertrümmerst sie uns mit eigener Hand durch mitleidlose Hammerschläge. Was haben wir Dir getan, o Mensch? Was haben wir Dir getan?"

300 Millionen Tiere pro Jahr werden weltweit getötet! Wir sollten gemeinsam immer wieder dafür eintreten, dass diese brutalen und überflüssigen Folterungen ein Ende finden und immer wieder die Menschen darüber aufklären. Ich, für mein Teil, versuche dies in meinem Urkostforum im Internet, wo ich mich bemühe, auch diese schändlichen Tatsachen immer wieder einer größeren Anzahl von Menschen bewusst zu machen. Wir müssen uns alle für die Gleichstellung aller Säuge- und Wirbeltiere mit dem Menschen einsetzen.

Wir müssen nun wohl von Tag zu Tag - und gerade in diesen kriegerischen Zeiten! - mehr erkennen, dass Tiere die "besseren Menschen" sind:

Tiere quälen nicht einander, Tiere beschießen sich nicht, Tiere rotten keine Menschen aus, Tiere zerstören nicht unser aller gemeinsame Mutter Erde.

Philosophischer Wegbereiter für diesen Wahnsinn war übrigens Francis Bacon, Ende des 16. Jahrhunderts, englischer Staatsmann und Philosoph, gleichzeitig Generalstaatsanwalt seiner Majestät und als solcher mit dem damaligen Hexenprozessen betraut. Von ihm stammt der Ausspruch: "Die Natur ist eine Sklavin, die man mit Hunden hetzen und so lange foltern muss, bis sie auch ihre letzten Geheimnisse preisgibt."

Diese unglückliche Philosophie durchzieht gerade unsere heutige Zeit wie ein roter Faden, und ihre Früchte sind werden heute geerntet! Er war aber nicht der einzige Verkünder einer so furchtbaren und folgenschweren Irrlehre. Da gab es noch einen Descartes und einen Claude Bernard, die Wegbereiter der grausamen Tierversuche.

Descartes, ein französischer Philosoph zur selben Zeit, vertrat die Ansicht, dass die Schmerzensschreie gequälter Tiere nicht anders zu werten seien als das Quietschen einer Maschine. Und Claude Bernard, Mitte des 19. Jahrhunderts, ausgerechnet Arzt, schnitt bei seinen Experimenten den von ihm auf Bretter genagelten Tieren bei vollem Bewusstsein die Leiber auf und nahm sie zur Beobachtung nachts sogar noch mit in sein Schlafzimmer.

Ihnen ist es mit zu verdanken, dass im Laufe der Zeit die medizinische Wissenschaft, anstatt den Tierversuchen in ihrer Sinnlosigkeit, Brutalität und vor allem in ihrer Gefährlichkeit für den Menschen abzuschwören, immer noch diesen blutigen Weg beschreitet und zusammen mit der mächtigen Pharmaindustrie viele Ärzte zu deren Erfüllungsgehilfen werden lässt.

Mitten in Deutschland betreibt die Firma COVENCE übrigens u.a. diese schändlichen Versuche Die Firma COVANCE Laboratories betreibt südlich von Münster (NRW) eines der größten privaten Tierversuchslabore Deutschlands. COVANCE, mit Hauptsitz in Princeton, New Jersey (USA), ging 1997 aus der Umbenennung des Corning Pharma-Konzerns (vielen auch unter Hazleton bekannt) hervor und ist eine der führenden Firmen im Bereich der Vertragsforschung und 'Versuchstier'zucht. Welche Versuche macht COVANCE?

COVANCE führt für die Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie alle möglichen Tierversuche durch.

Mit einem Jahresumsatz von 495 Millionen Dollar und 7100 Angestellten in 17 Ländern behaupten sie von sich selber, die Größten in diesem Bereich zu sein. COVANCE betreibt neben dem Labor in Münster noch 5 weitere Tierversuchslabore in Amerika und England, in denen im Bereich der präklinischen Forschung die sogenannten Routineversuche gemacht werden. Das sind toxikologische Versuche wie LD50, Draize-Test, Tests zur Untersuchung von krebsauslösenden, erbgutverändernden, fruchtschädigenden Eigenschaften. Das Labor in Münster ist auf Vergiftungsversuche an schwangeren Affen spezialisiert. Genehmigungsverfahren gibt es bei solchen Versuchen nicht, da sie nur anzeige- aber nicht genehmigungspflichtig sind.

erklärende Webseite: http://www.come.to/covance

Dr. med. Walter Schmidt, 2. Vorsitzender der Vereinigung "Ärzte gegen Tierversuche", sagt dazu in einem Vortrag:

"Es ist völlig ausgeschlossen, dass ein normal empfindender Mensch, sobald er selbst Tierversuche durchführt, anschließend immer noch normal empfinden kann. Es muss eine Wesensverhärtung in ihm vorgehen, wenn eine solche nicht anlagemäßig bei ihm bereits vorhanden war. Die meisten Tierexperimentatoren setzen sich über die Begriffe Ethik und Moral leichtfertig hinweg. Sie haben ihre eigene Zweckethik aufgebaut."

Der Münchner Pharmakologe Prof. Forth sagte wörtlich: "Wir sind das Maß, und meine Ethik, die mache ich mir selbst." Und Prof. Singer vom Max-Planck-Institut, ein erbarmungsloser Experimentator an Katzen- und Affenhirnen, hält uns entgegen: "In der Frage der Ethik muss es Kompromisse geben, da sie einem ständigen Wandel unterliegt."

Tierversuche sind ein legalisiertes Verbrechen gegen Wehrlose im Namen einer wissenschaftlichen Forschung. Es gibt bereits über 15 000 hochwertvolle Forschungsmethoden an schmerzfreier Materie, für die kein einziges Tier sterben müsste.

Zu den guten Auswegen aus diesem täglichen Drama lasse ich gesondert Helmut F. Kaplan an anderer Stelle zu Wort kommen und schließe mit dem griechischen Tragiker Sophokles 400 vor Christus:

"Nichts ist unheimlicher als der Mensch."

1) Neuerdings wissen wir auch, dass in Sanddorn reichlich Vitamin B 12 ist - soviel wie in Leber! Mehr dazu hier:

http://wiki25.parsimony.net/cgi-bin/wiki/program/db-view.cgi?wiki63512;208


Letzte Änderung: 19.4.2002 17:02:53 - Autor: Brigitte Rondholz - Letzter Autor: Brigitte Rondholz
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