Neues Z U Neugeborenengelbsucht Bilirubin


Beginn der Gelbsucht zwischen dem zweiten und fünften Lebenstag

Da viele Babys eine Gelbsucht oder erhöhte Bilirubinwerte mit Spitzenwerten am dritten oder vierten Lebenstag haben, wird dies als normal angesehen.

Mehr als die Hälfte aller Neugeborenen entwickelt während der ersten Lebenswoche eine Neugeborenengelbsucht. Deshalb wird diese Gelbsucht „physiologisch", sprich normal genannt. Die physiologische Gelbsucht wird durch einen Anstieg des Bilirubinwertes im Blut verursacht. Bilirubin ist ein gelbes Pigment, das beim Abbau des Hämoglobins aus den überschüssigen roten Blutkörperchen entsteht, mit denen die meisten Babys geboren werden. Zu der Gelbsucht kommt es, wenn sich überschüssiges Bilirubin im Blut anreichert und in der Haut, den Muskeln und den Schleimhäuten des Körpers abgelagert wird, so dass die Haut eine Gelbfärbung annimmt.

Weil Bilirubin in seiner ursprünglichen Form fettlöslich ist (indirektes Bilirubin), kann es nicht im Blut oder Urin gelöst werden. Um vom Körper ausgeschieden werden zu können, muß das Bilirubin an die wasserlöslichen Eiweiße im Blut gebunden werden und von der Leber in eine wasserlösliche Form umgewandelt (konjugiert) werden (diese Form wird direktes Bilirubin genannt), die über die Galle in den Darm befördert wird. Von dort wird es durch den Stuhl ausgeschieden.

Die normale (oder physiologische) Neugeborenengelbsucht wird durch eine Kombination von drei Faktoren verursacht: die erhöhte Bilirubinmenge, die beim Neugeborenen gebildet wird, die verstärkte Rückabsorption von Bilirubin durch den Darm und die eingeschränkte Fähigkeit der unreifen Leber des Neugeborenen, große Mengen an Bilirubin so wirkungsvoll wie eine reifere Leber zu verarbeiten. Die Leber eines Neugeborenen braucht meist etwa ein bis zwei Wochen um, so weit heranzureifen, dass sie den Abbau des Bilirubins im Blut bewerkstelligen kann.

Dieser Zustand ist vorübergehend und vergeht normalerweise innerhalb weniger Tage oder Wochen ohne eine Behandlung. Obwohl es nicht notwendig ist, empfehlen einige Ärzte eine Unterbrechung des Stillens, um die Bilirubinwerte abzusenken. Das Zufüttern von künstlicher Säuglingsnahrung kann jedoch erforderlich werden, wenn die Milchmenge der Mutter gering ist und die Bilirubinwerte stark ansteigen. Im Abschnitt „Warum und wann Neugeborenengelbsucht behandelt werden muß" finden Sie eine Tabelle mit den Bilirubinwerten, bei denen die Amerikanische Akademie der Kinderärzte eine Behandlung empfiehlt.

Neugeborenengelbsucht kann mild oder stark ausgeprägt verlaufen

Die Bilirubinwerte bei einem Baby mit einer physiologischen Gelbsucht erreichen üblicherweise ihren Höhepunkt zwischen dem dritten und fünften Lebenstag und betragen normalerweise weniger als 12 Milligramm Bilirubin pro Deziliter Blut oder mg/dl (204 µmol/l); selten erreichen sie einen Wert über 15 mg/dl (255 µmol/l). Bei Kindern asiatischer Herkunft können die Bilirubinwerte noch höher ansteigen und immer noch in einer physiologischen Gelbsucht begründet sein (Hodgman und Edwards 1992). Auch einige andere ethnische Gruppen neigen dazu, höhere Bilirubinwerte zu haben (siehe weiter unten).

Bitte beachten Sie: in diesem Kapitel wird ein durchschnittlicher Wert von 1 mg/dl = 17 µmol/l angenommen, es sei denn, die Werte werden in einer bestimmten Studie, auf die Bezug genommen wird, anders angegeben

Frühes und häufiges Stillen während der ersten Lebenstage des Babys, kann verhindern, dass sich eine physiologische Gelbsucht verstärkt.

Frühes und häufiges Stillen wirkt einer Verstärkung der physiologischen Gelbsucht entgegen. Wenn ein Baby nur selten und schlecht an der Brust trinkt, können die Bilirubinwerte über 15 mg/dl (255 µmol/l) ansteigen. In einer Untersuchung wurde festgestellt, dass mindestens neun Stillmahlzeiten innerhalb von 24 Stunden verhüten können, dass eine normale Neugeborenengelbsucht sich zu sehr verstärkt. Die Zahl der Stillmahlzeiten am ersten Lebenstag ist wahrscheinlich entscheidend (Yamauchi und Yamauchi 1990). Babys, die von Geburt an sieben- bis elfmal pro Tag gestillt wurden, tranken wesentlich mehr Milch (86 % mehr Milch am zweiten Lebenstag) als Babys, die sechsmal oder seltener gestillt wurden.

Erhält ein Baby in den ersten Tagen nicht genügend Kolostrum (das abführend wirkt), scheidet es eventuell das Mekonium (den bilirubinreichen ersten Stuhl) nicht schnell aus (Tudehope 1991; deCarvalho 1985). Das im Mekonium enthaltene Bilirubin kann dadurch wieder in den Blutkreislauf des Babys gelangen, was höhere Bilirubinwerte zur Folge hat. Einen Überblick über die Forschung zu dem Thema wie das Stillverhalten die Bilirubinwerte während der ersten Lebenswoche beeinflußt, finden Sie bei Gartner (1994a).

Wird ein gelbsüchtiges Baby häufig gestillt und trinkt es gut, verschwindet die physiologische Gelbsucht ohne eine Behandlung von selbst.

In den meisten Fällen verschwindet eine physiologische Gelbsucht allmählich innerhalb von einigen Tagen bis wenigen Wochen, so wie die Leber das angestaute Bilirubin im Körper des Babys verarbeitet hat. Die normale Neugeborenengelbsucht ist keine Krankheit. Sie ist eine harmlose Erscheinung und hat keinerlei Folgen, vorausgesetzt, die Bilirubinwerte des Babys werden nicht zu hoch.

Manche gelbsüchtigen Babys sind schläfrig. Sie müssen aufgeweckt und dazu angeregt werden, oft genug an der Brust zu trinken (zehn- bis zwölfmal am Tag, mindestens aber alle zwei Stunden, mit einer einmaligen Schlafpause von vier bis fünf Stunden). Hohe Bilirubinwerte können die Schläfrigkeit verstärken. Das Baby muß möglicherweise häufiger stimuliert werden, damit es oft und gut trinkt. Ansonsten sollte die physiologische Neugeborenengelbsucht jedoch keinerlei Auswirkungen auf das Stillen haben und verschwindet von selbst.

Falls eine physiologische Neugeborenengelbsucht sich zu sehr verstärkt, gibt es Behandlungsmöglichkeiten, die das Stillen nicht beeinträchtigen. (Siehe „Behandlungsmöglichkeiten für ein Baby mit Gelbsucht")

Bei bestimmten ethnischen Gruppen und in höher gelegenen Regionen kommt es häufiger zu höheren Bilirubinwerten.

Die physiologische Neugeborenengelbsucht kommt bei bestimmten Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel den Chinesen, Japanern, Koreanern und den Indianern Nord- und Süd-Amerikas, häufiger vor. Die Babys dieser Völker neigen auch zu einen höheren Bilirubinspiegel (Hodgman und Edwards 1992).

In einer Studie wurde herausgefunden, dass Babys in höher gelegenen Regionen ebenfalls dazu neigen, höhere Bilirubinwerte zu haben (Leibson 1989). Die Forscher führen diese Tatsache auf die niedrigeren Sauerstoffgehalte in Höhenregionen zurück, die zu einer Erhöhung des Hämoglobingehaltes und der Zahl der roten Blutkörperchen im Kreislauf der Neugeborenen führen können.

Einige Fachleute halten Forschungen für sinnvoll, die prüfen, ob erhöhte Bilirubinwerte für das Neugeborene von Vorteil sind.

Da gestillte Babys dazu neigen, höhere Bilirubinwerte aufzuweisen und die normale Neugeborenengelbsucht bei ihnen verbreiteter ist, haben einige Fachleute Forschungen angeregt, um festzustellen, ob die mit der natürlichen Art der Ernährung in Verbindung stehenden Bilirubinwerte vorteilhaft für neugeborene Kinder sind. Das Bilirubin hat nämlich die Eigenschaft, beim Neugeborenen als Antioxydans zu wirken (Gartner 1994c). Vorläufige Untersuchungen weisen darauf hin, dass höhere Bilirubinwerte in Verbindung mit einer verringerten Verbreitung von bestimmten Erkrankungen bei vollausgetragenen und frühgeborenen Babys stehen könnten (Hegyi 1994; van Zoeren-Grobben 1994; Benaron und Bowen 1991).

Beginn der Gelbsucht und erhöhte Bilirubinwerte nach dem fünften Lebenstag

Eine nach dem fünften Lebenstag einsetzende Gelbsucht wurde früher als außergewöhnliche und eigene Form der Neugeborenengelbsucht angesehen. Neuere Untersuchungen zeigen, dass sogar ein Drittel der gestillten Neugeborenen eine klinische Gelbsucht hat und dass ein weiteres Drittel im Alter von zwei bis drei Wochen erhöhte Bilirubinwerte aufweist.

Eine Gelbsucht, die nach der ersten Lebenswoche auftritt oder weiter besteht - früher als „spät einsetzende Gelbsucht" oder „Muttermilchgelbsucht" bezeichnet - wurde früher als eine von der physiologischen Gelbsucht verschiedene Form angesehen, die weniger als vier Prozent aller gestillten Neugeborenen betreffe. Neuere Untersuchungen ergaben jedoch, dass eine verlängerte Gelbsucht und erhöhte Bilirubinwerte häufiger als früher angenommen auftreten. Ein Drittel der gestillten Neugeborenen im Alter von zwei bis drei Wochen haben eine klinische Gelbsucht (Bilirubinwerte über 5 mg/dl [85 µmol/l]) mit sichtbaren Anzeichen für eine Gelbsucht. Ein weiteres Drittel der gestillten Neugeborenen hat erhöhte Bilirubinwerte (zwischen 1,5 und 5 mg/dl [26 bis 85 µmol/l]) ohne das Auftreten sichtbarer Symptome einer Gelbsucht (Alonso 1991). Babys, die künstliche Säuglingsnahrung erhalten, weisen mit zwei bis drei Wochen Bilirubinwerte auf, die denen eines Erwachsenen entsprechen (1,3 bis 1,5 mg/dl [22 bis 26 µmol/l]).

Man beginnt nun anzunehmen, dass diese spät auftretenden erhöhten Bilirubinwerte als eine „normale Verlängerung der physiologischen Gelbsucht des Neugeborenen erkannt wird", statt sie als abnormal anzusehen (Gartner 1994b). Das gehäufte Auftreten von verlängerter Gelbsucht oder erhöhten Bilirubinwerten bei gesunden, gestillten Babys bewirkt eine Veränderung „der Auffassung, Muttermilchgelbsucht sei eine Erkrankung oder ein Syndrom; vielmehr ist es eine normale zu erwartende physiologische Entwicklung" (Gartner 1994b). Daher schlagen einige Fachleute vor, die niedrigeren Bilirubinwerte der mit künstlicher Säuglingsnahrung ernährten Säuglinge als eine „Abweichung oder abnormale Situation zu betrachten" Gartner 1994b).

Einige Fachleute halten Forschungen für sinnvoll, die prüfen, ob erhöhte Bilirubinwerte für das Neugeborene von Vorteil sind.

Da gestillte Babys dazu neigen, höhere Bilirubinwerte aufzuweisen und die normale Neugeborenengelbsucht bei ihnen verbreiteter ist, haben einige Fachleute Forschungen angeregt, um festzustellen, ob die mit der natürlichen Art der Ernährung in Verbindung stehenden Bilirubinwerte vorteilhaft für neugeborene Kinder sind. Das Bilirubin hat nämlich die Eigenschaft, beim Neugeborenen als Antioxydans zu wirken (Gartner 1994c). Vorläufige Untersuchungen weisen darauf hin, dass höhere Bilirubinwerte in Verbindung mit einer verringerten Verbreitung von bestimmten Erkrankungen bei vollausgetragenen und frühgeborenen Babys stehen könnten (Hegyi 1994; van Zoeren-Grobben 1994; Benaron und Bowen 1991).

Man nimmt an, dass eine verlängerte Gelbsucht oder erhöhte Bilirubinwerte durch eine Kombination von drei Faktoren bedingt wird: einen Bestandteil, der in der Milch der meisten Mütter vorhanden ist und die Aufnahme des Bilirubins durch den Darm erhöht, individuelle Schwankungen in der Fähigkeit Bilirubin zu verarbeiten beim Baby und einer unzureichenden Fütterung in den ersten Lebenstagen.

Es gibt Beweise dafür, dass eine verlängerte Gelbsucht durch einen Bestandteil in der Milch der meisten Mütter bedingt wird, der beim Baby die Aufnahme des Bilirubins durch den Darm erhöht (Alonso 1991). Im Hinblick auf die neuere Forschung (Alonso 1991) erscheint die vorangegangene Theorie nun unwahrscheinlich, dass ein Bestandteil in der Milch einiger Mütter ein Leberenzym hemme, das bei der Weiterverarbeitung des Bilirubins eine Rolle spielt (Auerbach und Gartner 1987; Bevan 1965).

Ein weiterer Faktor, der Einfluß auf Ausmaß und Dauer der verlängerten Gelbsucht hat, liegt in der Fähigkeit des Babys, diesen bis jetzt noch unbekannten Faktor in der Muttermilch abzubauen. Aufgrund individueller Unterschiede zwischen Müttern und Babys können manche Babys eine besonders ausgeprägte verlängerte Gelbsucht haben, wohingegen andere Babys nicht darunter leiden müssen (Gartner 1996).

Ein anderer wichtiger Aspekt ist die ausreichende Ernährung während der ersten Lebenstage. Bei einem gesunden Baby, das in den ersten Lebenstagen mehr Milch erhält und niedrigere Bilirubinausgangswerte hat, werden eine verlängerte Gelbsucht und erhöhte Bilirubinwerte weniger wahrscheinlich sein als bei einem gesunden Baby, dessen Bilirubinwerte aufgrund einer unzureichenden Milchaufnahme während der ersten Lebentage ansteigen (Gartner 1994b).

Gedeiht das Baby gut, leidet aber im Alter von zwei bis drei Wochen immer noch an einer Gelbsucht, wird der Arzt austesten wollen, was die Gelbsucht verursacht, um eine pathologische Gelbsucht auszuschließen.

Wenn das Baby gut gedeiht und die Mutter eine ausreichende Milchmenge produziert, wird der Arzt Untersuchungen veranlassen wollen, um die Ursachen für eine pathologische Gelbsucht auszuschließen. Es kann und soll weiter gestillt werden, es sei denn, die Gelbsucht wird durch eine Stoffwechselstörung wie die Galaktosämie hervorgerufen.

Sind pathologische Gründe ausgeschlossen worden, so ist normalerweise keine Behandlung erforderlich und die Gelbsucht vergeht ohne Folgeschäden von selbst. In einigen Fällen können bis dahin allerdings bis zu drei Monaten vergehen.

Eine verlängerte Gelbsucht oder erhöhte Bilirubinwerte können schließlich von selbst vergehen, ohne dass das Stillen unterbrochen wird. Allerdings kann es bis zu drei Monaten dauern, bis die Werte auf die eines Erwachsenen abgesunken sind. Stillt die Mutter weiterhin, wird das Bilirubin weiterhin ausgeschieden, bei einigen Babys schneller als bei anderen.

Manche Ärzte raten zu einem zeitweiligen Abstillen, um festzustellen ob ein Bestandteil der Muttermilch die Gelbsucht auslöst, aber dieses Vorgehen ist weder notwendig, noch bringt es einen Vorteil mit sich.

Bei einem gesunden, vollausgetragenen Baby wurden keine kurz- oder langfristigen gesundheitlichen Folgen mit Werten unterhalb von 23 bis 29 mg/dl (400 bis 500 µmol/l) in Verbindung gebracht (Newman und Klebanoff 1993).

Bei einem Baby mit verlängerter Gelbsucht sind hohe oder schnell ansteigende Bilirubinwerte ungewöhnlich. Wenn es jedoch dazu kommt, sind sie möglicherweise behandlungsbedürftig.

Auch wenn es ungewöhnlich ist, dass die Werte bei einem Baby mit lang andauernder Gelbsucht schnell ansteigen oder mehr als 20 mg/dl (340 µmol/l) erreichen, kann eine Behandlung erforderlich werden, wenn die Werte über 20 bis 25 mg/dl (340 bis 430 µmol/l) steigen. In diesem Fall kann die gleiche Behandlung erfolgen wie bei Werten aufgrund einer physiologischen Gelbsucht (Siehe „Behandlungsmöglichkeiten für ein Baby mit Gelbsucht").

Da es bei einer verlängerten Gelbsucht nur selten zu hohen Bilirubinwerten kommt, ordnen einige Ärzte in diesem Fall zuerst Untersuchungen an, mit deren Hilfe körperliche Ursachen ausgeschlossen werden, die nicht im Zusammenhang mit dem Stillen stehen (zum Beispiel Infektionen, Darmverstopfung oder andere Erkrankungen). Bis die Testergebnisse zur Verfügung stehen, können die Bilirubinwerte mit Hilfe einer Phototherapie zum Absinken gebracht werden (L. Gartner, persönliche Mitteilung 1995).

Solange die verlängerte Gelbsucht als eine eigene Art von Gelbsucht angesehen wurde, wurden einige Behandlungsformen besonders für Babys mit verlängerter Gelbsucht empfohlen. Zum Beispiel empfahl man die Fütterung mit abgepumpter Muttermilch (der eigenen Mutter), die auf 56 ° C erhitzt und dann abgekühlt wurde oder die Verabreichung von Spendermilch. Aufgrund des neuen Verständnisses der verlängerten Gelbsucht als einer zeitlich ausgedehnteren normalen Neugeborenengelbsucht werden diese speziellen Behandlungsmethoden nicht mehr länger empfohlen (Gartner 1996). Sollten die Werte bei einem Baby mit verlängerter Gelbsucht über 20 mg/dl (340 µmol/l) ansteigen, sollten die selben Maßnahmen wie bei einem Baby mit erhöhten Werten bei einer physiologischen Gelbsucht in Betracht gezogen werden (siehe folgenden Abschnitt).

Da es sich bei der verlängerten Gelbsucht um eine Fortsetzung der physiologischen Gelbsucht handelt, trägt frühzeitiges und häufiges Stillen dazu bei, ihre Ausprägung so gering wie möglich zu halten.

Babys, deren physiologische Gelbsucht durch seltenes Stillen in den ersten Lebenstagen verstärkt wird, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit eine verlängerte Gelbsucht zu entwickeln. Häufiges Stillen hilft dem Baby dabei, das kurz nach der Geburt normalerweise vorhandene, überschüssige Bilirubin auszuscheiden. Wird der Bilirubinwert in den ersten Lebenstagen niedrig gehalten, läßt sich die Wahrscheinlichkeit einer verlängerten Gelbsucht gering halten (Gartner 1994b).

Quelle: "Handbuch für die Stillberaterung" Mohrbacher, Stock, 1. Auflage 2000, Kapitel 11:

    


Letzte Änderung: 18.7.2002 11:27:28 - Autor: Brigitte Rondholz - Letzter Autor: Brigitte Rondholz
Home