Urkost Wert Der Nahrung Viele Tipps


Verfasser: Michael Dierenbach Alleinssein@gmx.at http://www.alleinssein.de.vu

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Urkost - Wert der Nahrung

Die Ernährungswissenschaft ist noch lange nicht angekommen. Daher sehe ich es als meine Aufgabe die Menschen zu entlasten und manche Illusionen der "modernen" Ernährung aufzudecken.

Urkost bedeutet von der Kraft der Wildpflanzen, Heilkräuter, Bäumen, Pilzen, ... zu profitieren und ihren Wert spürbar zu erleben.

Die stärksten Nahrungsmittel für den Menschen sind die Urstoffe. Da sich viele Menschen von der Natur entfernt haben, ist leider auch das Wissen um diese Heilpflanzen nicht mehr gegeben. Abgesehen von der Bequemlichkeit der wir erliegen (Supermarkt, Massenware ....), sind wir überfordert mit all den Meldungen aus politischen, sozialen und ökologischen Bereichen. Lesen wir einen Text über ursprüngliche Ernährung langweilen uns die Kopien der sich so ähnelnden Artikeln. Wir sollten aber nicht vergessen, dass wir hier die Gelegenheit erhalten, durch mehr Genuss für Körper und Geist und die wiederhergestellte Verbindung zur Natur, eine weitaus höhere Lebensqualität erleben zu dürfen.

Die hier dargestellte Ernährungsart bietet neue Sichtweisen, mit einer Liste von Wildpflanzen die von dem grössten Teil der Gesellschaft nicht gekannt sind, jedoch eine zeitsparende und kostenlose Alternative bereit hält.

Wer weiss heutzutage schon dass der grösste Teil der Pflanzen auf einer Wiese nicht nur essbar, sondern auch eine vitalisierende Gesundheitsquelle anbietet? Diese Ur-Information der Einheit finden wir am stärksten in frei wachsenden Wildpflanzen und ihr umfangreiches Angebot steht jedem Menschen, vor allem auf dem Land, zur Genüge zur Verfügung.

Unsere Kulturpflanzen sind überzüchtet, sie werden naturwidrig in Monokulturen angebaut und mit Kunstdünger bzw. hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln "traktiert", sodass sie ohne die Hilfe der Chemie nicht mehr lebensfähig wären. Wie können wir von geschwächten, kranken Pflanzen strahlende Gesundheit erwarten? Wildkräuter, die sich in der Natur selbst durchgekämpft und ihren idealen Standort eigenständig ausgesucht haben, enthalten im Vergleich ein Vielfaches an Vitalstoffen.

Durch Wildnahrung kommen wir vom üblichen Konsum- zurück zum Genussessen, das unser Körper eigentlich Tag für Tag verlangt. Die Mahlzeiten werden zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis. Die hohe Anzahl der Vitalstoffe führt zu einer längeranhaltenden Sättigung ohne dem erschwerenden Völlegefüh. Wir benötigen weniger Nahrung, unsere Zähne werden durch die Heilkräuter gereinigt und die Urkost wirkt zudem noch entschlankend und entgiftend. Wildpflanzen sind also Kulturpflanzen (Gemüse) bezüglich Inhaltsstoffen weit überlegen (bis 80- fach), dies spricht eigentlich für sich. So enthalten Wildpflanzen im Durchschnitt das Dreifache an Magensium und das Zehnfache an Eisen. Dort wo bei den Zuchtpflanzen das pflanzliche Eiweis aufhört, fängt es bei Unkraut an. Folgend Beispiele die den Vitamin- und Mineralstoffgehalte der Urpflanzen mit jenen der Kulturpflanzen vergleichen: Brennessel enthält das Dreissigfache an Vitamin C im Vergleich zu Kopfsalat, das Zwanzigfache an Provitamin A, das Vierzehnfache an Kalzium, das Fünfundzwanzigfache an Magnesium und das Fünfzigfache an Eisen. Kopfsalat, biologisch gezogen, enthält zum Beispiel pro 100 Gramm 11 Milligramm Magnesium, Wegmalve dagegen 71 mg. An Vitamin C enthält der Salat 13 mg - Wegmalve dagegen 178 mg. Eiweiss: Salat 600 mg - Wegmalve 7.200 mg! Diese beeindruckende Liste liesse sich beliebig fortsetzen. Wildpflanzen eignen sich wegen ihrer Inhaltsstoffe (Bitterstoffe, Gerbstoffe und Senföl) hervorragend zu einer stoffwechselnden, entschlackenden und blutreinigenden Frühjahrskur.Darüber hinaus wirken einige von ihnen - etwa Gundelrebe und Giersch - entgiftend.

Wenn man in der heutigen Zeit die Ernährungsweise der Mitmenschen betrachtet, erscheint einem die Vielfalt verschiedener, auch neu auftretender, Erkrankungen nicht mehr als verwunderlich. Viele Menschen hoffen immer noch auf eine "Wundermedizin", die ihnen ihre Krankheit nimmt, ohne dass sie ihren Lebenswandel ändern müssen.

Auch hier gibt es sehr viele Beispiele die zeigen, dass selbst "unheilbare Krankheiten" heilbar sind, wenn wir uns mit den Kräften der Natur verbinden.

Die Hauptursache für den schlechten Gesundheitszustand aller hochziviliserten Völker liegt in dem Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen in der Nahrung. Das Verhältnis der Menge, der einzelnen Inhaltsstoffe zueinander sowie ihre Vitalstoffdichte, wie es die Wildpflanzen als frühere Nahrungsquelle der Menschen hatten, ist bei der Zucht und "Veredelung" der Kulturpflanzen grossteils verloren gegangen. Kein Wunder, dass Wildgemüse und Wildfrüchte als unsere Urnahrung die Gesundheit stärken oder wiederherstellen und unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber allen unnatürliche Krankheiten (Krebs, Schmerzen, Krämpfen, ... ) erhöhen.

Wildgewächse

Hier aufgeführt sind nur die Arten aus dem mitteleuropäischen Raum die uns in einer grossen Vielfalt ernähren könnten und gesundheitlich besonders wertvoll sind:

Beeren und Bäume

A

Alpen-Johannisbeere (Früchte)

Akerbeere (Früchte)

Ahorn (Nahrhafte Blätter)

Apfelbaum (Nahrhafte Blätter)

B

Berberitze (Früchte und Blätter)

Brombeere (Die Blätter können im Winter genutzt werden, die Früchte beinhalten viel Vitmain C und helfen gegen Heisserkeit)

Buche (Buchecker und Rindenzubereitung siehe Birke)

Birke (Den Birkensaft gewinnt man durch Anzapfen der Stämme, am besten im Frühjahr. Der Blutungssaft enthält im Frühjahr bis 2 % Traubenzucker sowie wertvolle Mineralien. Die hellgelbe Innenrinde, das sogenannte Kambium, schmeckt in Streifen geschnitten und gekocht, ähnlich wie Spagetthi. Die innere Rindenstücke in einem Topf kochen bis die halbe Wassermenge verdampft ist und ein Bre ensteht.Kambium nutzt man am besten wenn im Frühjahr die Säfte in die Bäume steigen.In Island verwendet man die getrockneten und zermahlenen Blätter der Birken zum Würzen als Salzersatz. Dieses Salz ist besonders bekömmlich, da es im Vergleich mit herkömmlichem Salz 60 % weniger Natriumchlorid enthält.Eine Delikattese sind die jungen narhaften Blätter roh.Bei Birken sind oft Pilze in der Nähe, die eine einzigartige Symbiose der Natur wiederspiegeln.Birke beinhaltet Saponine, ätherische Öle, Gerbstoffe, Harze, in der Rinde ein methylsalizylathaltiges Öl und Betulinsäure.Birke wirkt wassertreibend und unterstützt den Heilungsprozess bei Rheuma.)

E

Elsbeere (Die Früchte beinhalten viel VitaminC?)

Erdbeerebaum (Leckere Früchte)

Eiche (Reife, frische Eicheln ohne Schale und Rindenzubereitung siehe Birke.Hilft bei chronischen Durchfällen und vei zu starker menstruation.Die rinde beinhaltet Eichengerbsäure, Pektin, Stärke, Elagsäure und die Eicheln zusätzlich Zitronensäure und fettes Öl)

Edel-Kastanie (Kastanien)

Esche (Eschensamen)

F

Fichte (Jungen Spitzen von Fichtenästen roh in angemessener Menge.Tannenzapfen über dem Feuer rösten und Samen essen. Fichtennadeln können zu jeder Jahreszeit als Tee zubereitet werden.Sie enthalten sehr sehr viel Vitamin C.Aus Fichtentrieben kann man auch einen beliebten Sirup herstellen, indem man die Fichtensprossen aufkocht und anschliessend absiebt. Die Flüssigkeit mit dem Zucker mischen und bis Sirupdicke einkochen.Fichtensprossensaft wirkt schleimlösend und ist ein ausgezeichnetes Hustenheilmittel.Auch das Harz ist sehr schmackhaft, wie eigentlich alle Harze von essbaren Baumarten nutzbar sind)

H

Hunds-Rose bzw. Heckenose (Hagebutte und die Rosenbblütenblätter.Rosenblüten enthalten beruhigende und hautpflegende ätherische Öle und Wachse.Das Mark der Hagebutten enthalten etwa 20 mal mehr Vitamin C als Zitronen.Darüber hinaus enthalten sie Provitamin A, Mineralsalze, Fruchtsäuren und Zucker)

Himbeere (Blätter wirken krampflösend.Die Früchte beinhalten Zitronensäure und andere organische Säuren, Vitamin C und verschiedene lösliche Kohlenhydrate.)

Holunder (Nur im vollreifen Zustand, eher abgekocht als Saft oder Mus und die Blütendolden. Holunderblüten enthalten wie das Aspirin Salicylsäure, diese wirkt schweisstreibend, fiebersenkend und gilt als Wundermittel bei Erkältungen.Neben den Aromastoffen enthält die Holunderblüte auch sehr viel wertvollen, mineralstoffreichen Blütenstaub; daher ist es zu raten die Dolden nicht zu waschen.Holunderbeeren werden gesundheitlich sehr geschätzt, da sie einen hohen Mineral- und Vitamingehalt besitzen.)

Heidelbeere (Leckere, vitaminreiche Beeren und enthalten Invertzucker, Pektin, Gerbstoffe und wertvolle Säuren.Auch die Blätter der Heidelbeere sind essbar.)

I

Immergrüne Bärentraube (Früchte)

K

Kornellkirsche (Im vollreifen Zustand die Beeren verwenden.Die Kirschen sind reich an organischen Säuren, Zuckern und Pektinen und enthalten sehr viel Vitamine, vor allem Vitamin C)

Kirschbaum (Auch die Blätter der Kirschen sind für die Wildküche verwendbar)

Kiefer (Junge Spitzen von Kieferästen in angemessener Menge.Kieferzapfen über dem Feuer rösten und Samen essen.Rindenzubereitung auch möglich, siehe Birke)

L

Linde (Nahrhafte, sehr leckere Blätter und schmackhafte Blüten.Lindenblüten wirken beruhigend, schlaffördernd, krampfstillend und schweisstreibend.Die abwehrsteigernde Wirkung wurde von amerikanischen Kinderärzten dokumentiert: Im Vergleich zur Antibiotikatherapie gesundeten die mit Lindenblütentee behandelten Kinder 10mal schneller und komplikationsloser.)

M

Moltebeere (Die Früchte beinhalten viel Vitamin C)

Mehlbeere (Oft genutz im trockenen, gemahlenen Zustand zum Backen)

Moorbeere (Erntezeit nach dem ersten Frost, die Früchte beinhalten Vitamin C)

Maulbeerbaum (Früchte)

Mispel (Dieser Baum kommt sehr häufig in unseren Breiten vor und bringt schmackhafte Früchte hervor.Diese Frucht braucht erst einmal Frost um genießbar zu werden. Dann allerdings tun sich Geschmackssensationen auf. Einfach ein Loch in die dünne Haut beißen und das herrlich cremige, säuerliche Mus raussaugen.)

P

Preiselbeere (Früchte enthalten reichlich Vitamin C, mehrere organische Säuren, Gerbstoffe sowie Provitamin A und fäulnishemmende Stoffe)

Pappel (Blätter und Rindeninnnerenzubereitung siehe Birke.Der baum hilft bei rheumatischen Beschwerden, Blasen- und Prostataleiden.)

R

Robinie (Die Robinienblüte enthält Glycoside, ätherisches Öl mit stark duftenden Verbindungen und Flavonoide.Verwendet werden ausschliesslich die Blüten, da der grüne Teil der Pflanze, ähnlich wie beim Holunder, Giftstoffe enthält)

S

Stein-Beere (Früchte)

Sanddorn (Früchte enthalten Vitamine, vor allem Vitamin C, aber auch Carotine sowie reichlich essentielle Fettsäuren im Fruchtfleisch)

Schwarze Johannisbeere (Die Früchte enthalten viel Zitronensäure)

Schlehe (Nach dem ersten Frost werden die Beeren gesammelt und können roh ohne Stein gegessen werden.Schlehen enthalten organische Säuren, Gerbstoffe und Vitamin C.)

Spätblühende Traubenkirsche (Die Früchte sind essbar, der Stein giftig)

U

Ulme (Nahrhafte Blätter)

V

Vogelbeerbaum (Erntezeit der Beeren unbedingt im Spätherbst nach dem ersten Frost, im rohen Zustand nicht für jeden ein Genuss, deshalb Verarbeitung zu Mus oder Marmelade.Die Früchte beinhalten Vitamine, vor allem Vitamin C )

W

Wald-Erdbeere (Früchte und Erdbeerblätter, die einen hohen Gerbstoffgehalt besitzten.Die reifen Früchte enthalten wertvolle Mineralstoffe, Fruchtsäuren und lösliche Kohlenhydrate, vor allem aber reichlich Vitamin C)

Weissdorn (Weissdorn enthält blutdrucksenkende und krampflösende Stoffe.Die Früchte haben einen hohen Gehalt an Zucker, Pektin und Vitamin C.Genutzt werden die ganz jungen Blätter, Blüten und die Früchte.)

Heide-Wacholder (Beeren)

Weide (Die Blätter der Weide sind essbar.Weide wirkt schmerzstillend und fiebersenkend.)

Bei Angst vor dem Fuchsbadwurm ist es ratsam in gefährdeten Waldgebieten Beeren abzukochen.

Pflanzen und Kräuter

Das meiste Wildgemüse sammelt man im Frühjahr und Frühsommer vor der Blüte. Das Pflanzengewebe ist dann noch saftig und zart. Nach dem Tod der Blüte steckt die Energie in der Wurzel, die dann getrost genutzt werden kann, da sich die Pflanze in fast allen Fällen schon vermehrte.

A

Affodil (Samen, Stengel und die Knolle)

Acker-Rettich (Man sammelt vor der Blüte die jungen Blätter und die Sprosse und verwendet die Pflanze als Gemüse.Die Samen können zu Senf verarbeitet werden)

Acker-Senf (Die jungen Blätter werden als Gemüse gekocht)

Acker-Glockenblume (Die jungen Blätter vor der Blüte und die Wurzel im Herbst bzw. Frühjahr)

Aster (Blüten)

Ährige Teufelskralle (Essbar sind die jungen Blätter und die mohrenförmige, schmackhafte Wurzel, die als Reservestoff Kohlenhydrate enthält)

B

Barbarakraut (Im Frühjahr die jungen Blätter aroh verwendet und im Winter als Gemüse)

Bärenklau (Im Frühjahr werden die jungen Blätter geerntet, solange sie noch zusammengefaltet sind und hellgrün glänzen.Im Frühsommer werden die Blattstengel gesammelt und roh verarbeitet.Später, im Sommer, werden die fleischigen Stengel abgeschnitten und vor dem Verzehr geschält, da sie dicht und rauh behaart sind.Sie können nach wie vor roh verzehrt werden; die ausgewachsenen Blätter sollten besser gekocht gegessen werden.Die jungen Blütenknospen sind sehr zart und aromatisch im Geschmack.Im Herbst werden dann die Samen genutzt.Bärenklau ist blutdrucksenkend und verdauungsfördernd.Er wird auch Ginseng der Europäer genannt.)

Brunnenkresse (Junges Kraut und Samen - Brunnekresse sollte nicht unterhalb einer Weide gesammelt werden und immer vor dem Verwenden gut gewaschen bzw. abgekocht werden.Brunnenkresse enthält viel Vitamin C, Provitamin A, die Vitamine B und E, Niacin sowie wichtige Mineralstoffe, besonders Eisen und Jod.Brunnekresse kräftigt den Organismus und wirkt anregend auf die Verdauung.)

Bärlauch (Junge Blätter, Blüten und Wurzel.Bärlauch ist in seiner anregenden, harntreibenden Wirkung dem Knoblauch sehr ähnlich.Er regt Magensäften an und hemmt Fäulniss-sowie Gärungsbakterien.Ein gemeinsames Merkmal aller Lauchgewächse ist ihr Gehalt an ätherischem, schwefelhaltigem Öl, dem eine anregenden, entgiftendeund blutreinigende Wirkung nachkommt.Die kleinen länglichen Zwiebeln können wie Knoblauch verwendet werden und werden im Herbst ausgegraben)

Brennessel (Die Samen schmecken wie Mandeln.Das Kraut am besten mit einem Handschutz pflücken und die feinen Härchen wegnehmen oder abbrühen.So kann man die Brennessel nicht nur als Spinat sondern auch als Salatkost geniessen.Brennesselblätter enthalten fast doppelt soviel Proteine wie die Sojabohne und in reichem Mass Spurenelemente, Vitamin A sowie wichtige Enzyme und Kieselsäure.Die Brennessel wirkt entgiftend und blutreingend, aber auch harntreibend.Brenneselblätter lassen lassen sich gut trocknen und bereichern als Pulver auch während des Winters unser Essen mit wichtigen Mineralstoffen)

Braunelle (Jungen Triebe, Blütentriebe und Blätter werden genutzt.Die Braunelle enthät Gerb- und Bitterstoffe, Fette, Harze und Öle, die sie als Heilpflanze bei Entzündungen im Mund und Rachenraum sowie zur Munddesinfektion prädestinieren.Der Tee aus den Blütenköpfchen wirkt nervenstärkend.)

Beifuss (Das Kraut wird hauptsächliche als Gewürz genutzt und enthält das ätherische Öl Cineol.Beifuss wirkt verdauungsfördernd, magenstärkend und hilft bei Blähungen)

Borretsch (Blüten)

Bibernelle (Junge Blätter, Stengel und Samen finden Verwendung.Bibernelle wirkt magenstärkend und hilft bei Entzündungen der oberen Atemwege.)

Beinwell (Die Sprossen kann man im Frühjahr, die jungen Blätter fast den ganzen Sommer durch ernten und roh oder wie Spinat gekocht essen. Die Zubereitung der Wurzel ist gleich wie bei der Kartoffel. Beinwell ist sehr proteinreich und in ihrem Nährwert mit tierischem Eiweiss vergleichbar.Des weitern enthält Beinwell Vitamin B12, Pflanzenschleime, Gerbstoffe und Allantoin.Die enthaltenden Schleim- und Gerbstoffe machen Beinwell zu einem Heilmittel bei Magen- und Darmerkrankungen.Man kann Beinwellwurzeln auch pulverisieren und das Pulver formen zu Plättchen. Sie werden hart wie Holz und schon haben wir Kekse. Bevor sie hart werden kann man auch Beeren oder Öl dazu geben.)

Bach-Ehrenpreis (Nach gründlichem Waschen werden die jungen Stengel und Blätter genutzt.)

Blauer Lattich bzw. Berg-Lattich (Jungen Blätter)

D

Dost (Schmackhafte Blätter, Blüten und Stengel.Dost enthält ätherische Öle, Harze und Gerbstoffe.Er wirkt schweiss- und harntreibend, magenwirksam und krampflösend.)

Duftende Süssdolde (Die jungen Blätter als Gemüse oder Gewürz)

Disteln (Disteln besitzen mehr Eiweis als Soja.Die Blätter von ihnen sind sehr gut nutzbar.Folgende Distelarten sind für die Wildküche sehr zu empfehlen:

Gemeine Eseldistel (Wurzelund die jungen Sprösslinge als Gemüse.Blütenköpfchen wird zubereitet und gegessen wie die Artischocke.Früher presste man aus den Früchten Öl)

Spanische Golddistel (Wurzelgemüse)

Nickende Distel (Blütenköpfchen wie Artischocke und die geschälten Stengelteile als Gemüse)

Wollige Kratzdistel (Die jungen Triebe und die nicht entfalteten Köpfchenknospen werden als gemüse gegessen)

Kohl-Kratzdistel (Blütenköpfchen wie Artischocke und junge Blätter)

Alpen-Kratzdistel (Wurzelgemüse)

Kratzdistel (Die jungen Sprosse und die noch nicht aufgeblühten Köpfchen werden als Gemüse zubereitet.)

Kohl-Gänsedistel (Blätter roh oder als Gemüse)

Dornige oder scharfe Gänsedistel (Blätter roh oder als Gemüse)

Spanische Artischocke(Blüteköpfchen wie Artischocke)

F

Feldsalat bzw. Rapunzel (Die jungen Blätter roh oder als Gemüse)

Feldthymian (Blühende Sprossentriebe werden genutzt.Thymian ist reich an ätherische Ölen, er wirkt stärkend und beruhigend bei Blinddarmreizungen, Magenerkrankungen und Nervenschwäche)

Frauenmantel (Junge Blätter als Gemüse oder Salat.Frauenmantel gilt als wichtiges Frauentonikum und hilft bei Menstruationsstörungen)

Fenchel (Auch die jungen Blätter und Stengel können als Gemüse genutz werden, genauso wie die Früchte, die gerne als Gewürz verwendet werden.In der Ölgewinnung werden die Früchte des Fenchels genutzt, ähnlich wie bei den Oliven oder Distelnköpfchen. Fenchel wirkt schleimlösend, antibakteriell, antimykotisch, entblähend und krampflösend.)

Farntriebe (Junge Farnetriebe in Salzwasser gekocht als Gemüse und die stärkehaltige Farnwurzeln im Winter, die volkstümlich getrocknet und gemahlen Verwendung finden.)

G

Gundelrebe (Die jungen Blätter und Triebe werden roh oder gekocht zu sich genommen.Gundelrebe enthält viel ätherisches Öl, die Bitterstoffe und Saponine regen die Verdauuung an und stärken Herz und Leber)

Gänseblümchen (Junge Blüten und Knospen schmackhaft, in gemässigten Zonen zu jeder jahreszeit--selbst unter Schnee.Das Gänseblümchen enthält Saponine, Bitter- und Schleimstoffe, ätherisches Öl und organische Säuren.Aufgrund dieser Inhaltsoffe wirkt es stoffwechselanregend, blutreinigend und entwässernd.Gänseblümchentee wirkt krampflösend, hustenstillend und leicht abführend.Als Heilmittel bei Hauterkrankungen und Leberleiden wird die Pflanze traditionell angewandt.)

Goldgelber Lauch (Junge Blätter und die Zwiebel, die wie Knoblauch Verwenung findet)

Gekielter Lauch (Junge Blätter)

Guter Heinrich (Hauptsächlich wie Spinat genutzt und im späten Frühjahr roh die jungen Blättchen.Im Sommer werden die Blätter und die jungen Triebspitzen über Dampf gegart.Die Pflanzen enthalten viel Proteine, Provitamin A, Vitamin B, Vitamin C sowie verschiedene Mineralstoffe)

Gänsefuss (Die Pflanze gekocht wie Spinat und die Samen)

Geissraute (Jungen Blätter)

Grosse Klette (An der Klette ist von den jungen Blättern im Frühling bis zu den Blattstielen und dem Blütenstiel alles essbar.Es ist zu empfehlen die Rinde der Stiele zu entfernen.Die Blätter werden wie Spinat verwendet.Klettengemüse ist für Magen, Leber und Galle besonders schonend.Die klettenwurzel wird getrocknet und in Öl angesetzt)

Giersch bzw. Geissfuss(Jungen Blätter und Blüten, die eine entgiftende Wirkung besitzen)

Gras (Sogar im Winter unter Schnee verzehrbar; doch sollte nur Wildpflanzen gewöhnte Menschen auf diese Alternative zurückgriefen.Besonders zum empfehlen sind Rauchgras und Federgras. Alle Getreidesorten waren ursprünglich Graeser, die durch Zucht zu grösseren Erträgen gebracht wurden.Grassamen sind am Anfang muehsam zu ernten, aber sehr nahrhaft und haltbar.Vor dem Genuss zerkleinern und als Brei zubereiten.)

H

Hufflatich (Blätter, Stengel und Blüten enthalten Mineralstoffe - Salpeter und Schwefel -, Schleimstoffe und ätherische Öle)

Hopfenkranz (Eßbare Blüten und Früchte. Auch die essbaren Hopfentriebe enthalten wertvolle Vitamine.Die Fruchtzapfen enthalten Lupulin.Die darin vorkommenden Bitterstoffe und ätherischen Öle wirken antiseptisch, appetitanregend und verdauungsfördernd.)

Hirtentäschel (Junge Rossettenblätter und Samen)

Herbstast (Blüten)

Habichtsartige bzw. Gemeines Bitterkraut (Das junge Kraut wird als Kochgemüse genutzt, es empfiehlt sich jedoch den Sud wegzuschütten)

J

Johanniskraut (Der Tee wirkt stimmungsaufhellend und antidepressiv.Ausserdem hat er eine allgemeine stärkende Wirkung; es wird bei geistiger Erschöpfung, Blutarmut und nach schweren Erkrankungen zur Rekonvaleszenz empfohlen)

K

Kapuzinerkresse (Blüten, sie enthalten viel Vitamin C und Benzysenföl)

Knoblauchrauke (Blätter und Blüten.Die Samen werden Anfang Juni gesammelt, indem Sie den Stengel mit den reifen Samenkapseln "Hals über Kopf" in ein Papiersäckchen oder in eine Schale schütteln.Medizinsich anerkannt ist die antiseptische und wundheilende Wirkung.Sie eignet sich wie Brennessel, Bärlauch und Gundelrebe als Frühjahrskur, da sie auch blutreinigend und harntreibend wirkt)

Kriechender Hahnenfuss (Blütenknospen und die jungen Blätter vor der Blüte)

Kali-Salzkraut (Die jungen Blätter und ganzen Pflanzen werden im Frühjahr geerntet und als Gemüse oder roh verwendet; die Pflanze ist reich an Alkalisalzen)

Klatschmohn (Samen und Blüten, hilft bei Heisserkeit und gilt als Beruhigungsmittel)

Echte Kamille (Genutzt werden die geöffneten, voll entwickelnten Blütenköpfchen.Kamille wirkt gegen Entzündungen, krampfstillend, beruhigend und wundheilend)

Kürbis (Auch die blüten sind sehr schmackhaft)

Kleinblütiges Knopfkraut bzw. Franzosenkraut (Die jungen Blätter und Stengel roh oder als Gemüse)

Krokus (Blüten)

L

Löwenzahn (Die jungen Blaetter des Loewenzahn liefern ein gutes Gemuese.Blaetter Kochen oder roh. Aus den getrockneten Wurzeln kann man Kaffee-Ersatz machen: Trocknen, in einer Pfanne rösten und mahlen.Die Blätter die am tiefsten eingekerbt sind, wirken am heilkräftigsten.Im Herbst ist auf Äckern schon die nächste Generation von frischen Löwenzahnblättern zu finden.Die Blätter enthalten mehr Provitamin A als Karotten und vierzigmal mehr als herkömmlicher Salat, darüber hinaus die Vitamine B und C sowie Mineralsalze, Gerb- und Bitterstoffe.Im Vergleich zu Spinat enthält er dreissigmal mehr Eisen.Der im Frühjahr noch angenehm bittere Geschmack regt den gesamten Verdauungsapperat an; Leber, Galle, Milz, Bauchspeicheldrüse und auch die Nieren werden gestärkt.Löwenzahn wirkt harntreibend und blutreingend.Der Blütenstaub enthät besonders viele Spurenelemente und die Löwenzahnwurzel, die roh oder gekocht gegessen wird, ist besonders im Herbst reich an Inulin)

Lavendel (Blüten)

Löffelkraut (Samen und die frischen, grünen Blätter roh oder als gemüse.Die Pflanze enthät viel Vitamin C)

Wiesenlabkraut und Echtes Labkraut (Genutzt werden die Triebe, die ca. 10 cm über dem Boden angeschnitten werden)

Lungenkraut (Die jungen Blätter roh oder als Gemüse)

M

Melde (Hauptsächlich wie Spinat genutzt und im späten Frühjahr roh die jungen Blättchen.Im Sommer werden die Blätter und die jungen Triebspitzen über Dampf gegart.Auch die schmackhaften Samen finden Verwendung.Melden enthalten viel Proteine, Provitamin A, Vitamin B, Vitamin C sowie verschiedene Mineralstoffe.)

Malve(Junge Blätter, Blüten und die grünen Früchte werden genutzt.Die Blüten sollten am besten nur an trockenen Tagen ernten.Auch die Samen sind sehr schmackhaft.Malven haben einen hohen Gehalt an Proteinen, Provitamin A, Vitamin B und C, sie enthalten Schleimstoffe und Anthocyane.Wegen ihres hohen Schleimstoffgehalts wirken sie reizmildernd und schleimlösend)

Mädesüss (Blüten, Mädesüss besitzt scheiss- und harntreibende Eigenschaften)

Mannstreu (Junge Sprossen im Frühling roh und die Wurzel als nahrhaftes Gemüse)

Margerite (Jungen Triebe, junge Blätter und Blüten)

Milzkraut (Das Kraut wird roh genutzt und gilt als altes Heilmittel)

Meersalat (Findet Verwendung als Salat und ist nicht zum Trocknen verwndbar)

N

Echte Nelkenwurz (Die jungen Blätter roh oder als Gemüse und die Wurzel im Herbst oder Frühjahr als Gewürz)

Bach - Nelkenwurz (Blätter und die nektarreichen Blüten)

Nessblättrige Glockenblume (Die zarten Blätter als Gemüse und die gekochten Wurzel im Herbst oder Frühjahr als Salat)

Nachtviole (Blüten)

Nachtkerze (Die Wurzel im Herbst oder Frühjahr, bevor der Blütenspross treibt, gekocht und die Blüten)

Nadelkerbel (Die jungen Blätter als Gemüse, die Kerbel ist eine alte Heilpflanze)

O

Origanum (Blüten)

Olivenbaum (Auch die Blätter sind nutzbar)

Ochsenzunge (Jungen Blätter und Sprosenspitzen vor der Blüte)

P

Pfefferminze (Blätter und Blütten sehr schmackhaft.Minzen enthalten verdauungsfördernde, antiseptische und anregend wirkende Öle.)

Pfeilkresse (Samen als Gewürz und roh das scharf schmeckende Kraut)

Pastinak (Pastinakblätter und die Samen, die ähnlich wie Kümmel wirken, d.h. blähungswidrig und beruhigend bei Magenbeschwerden.Pastinak hat einen hohen Nährgehalt in der Wurzel, wobei nur die der einjährigen Pflanze genutzt werden soll)

Platterbse (Die Wurzel gekocht, weniger Roh; sie enthält Stärke und Zucker.Man kann aus ihnen auch ein gutes Speiseöl gewinnen)

Portulak (Vor der Blüte das gesamte Kraut roh oder als Gemüse)

Pestwurz (Die jungen Blätter kräftig abzubrühen und als Gemüse zubereiten)

Q

Queller (Als Salat oder Gemüse)

Quecke (Feine Früchte und auch die Wurzel kann verwendet werden)

R

Rosen (Blüten)

Rote Fetthenne (Junge Blätter roh oder als Gemüse)

Raps (Schmackhafte Blüten und Blätter)

S

Schafgarbe (Blütten und junge Blätter sehr schmackhaft.Schafgarbe wird geschätzt wegen ihrer anregenden, stärkenden, entzündungshemmenden, entkrampfenden und antiseptischen Wirkung für Leber, Galle und Niere geschätzt.Die Kompination von ätherischen Ölen, Bitter- und Gerbstoffen macht sie darüber hinaus zu einem magen- und darmstärkenden Mittel.)

Spitzwegerich bzw. Breitwegerich (Das ganze Jahr über die jungen Blätter.Der Spitzwegerich hat dabei ein sehr herbes und gewöhnungsbedürftiges Aroma.Der Spitzwegerich ist ein altes Lungenheilmittel, denn seine Blätter enthalten Kieselsäure, die gewebefestigend wirkt, Schleimstoffe, die die Schleimhäute schützend überziehen, sowie antiseptische-keimtötende Substanzen.Dazu enthält er noch Vitamin C.Alle Wegericharten enthalten Proteine, Vitamine und Mineralsalze, aber auch Schleim- und Gerbstoffe.Sie wirken blutreinigend, antiseptisch, blutstillend und gewebefestigend.)

Schnittlauch (Blüten)

Scharbockskraut (Blütenknospen - hoher Stärkegehalt -, Stengel und die Blätter mit dem hohen Vitamingehalt unbedingt vor der ersten Blüte sammeln.Die Wurzel sollte erst nach der Blüte geerntet und als Gemüse gekocht werden)

Strauchiger Spargel (Die jungen Sprossen als Gemüse, aus der Wurzel wird ein heilkräftiger Spargelsirunp hergestellt und die Samen dienten auch schon als Kaffe-Ersatz.)

Strand-Dreizack (Junge Blätter vor der Blüte und es empfiehlt sich die Blätter zu kochen.Die Früchte röstet man, die Pflanze wurde wegen des ihnen enthaltenen Natriumkarbonats zur Sodabereitung verwendet.)

Sauerampfer (Junge Blätter, Stengel und Triebe roh oder als Gemüse.Beim Pflücken keine Blätter mit braunen Fecken verwenden.Der charakteristische, saure Geschmack des Sauerampfers entsteht durch den hohen Gehalt an Vitamin C, Oxal- und anderen organischen Säuren.Roh gegessen, hat er eine günstigen Einfluss auf die Verdauung und dient zur Blutreinigung.Gekocht wirkt Sauerampfer leicht abführend.)

Schlangen Knöterich (Junge Blätter und Stengel zur Gemüseverarbeitung)

Schlüsselblume (Blätter und Blüten.Die Blüten enthalten ätherische Öle und die Blättchen sind reich an Vitamin C und Mineralsalzen, enthalten aber auch Saponie, Glykoside und Pflanzenschleime, die reizlindernd und schmerzstillend wirken.)

Springkraut (Blüten und -samen)


Letzte Änderung: 9.2.2003 18:12:23 - Autor: Brigitte Rondholz - Letzter Autor: Brigitte Rondholz
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