Ur Kost


Franz Konz: Die Urkost in Gruppen

Franz Konz: Die Urkost in Gruppen

Deine rohe Urnahrung besteht in Zukunft für Dich - wenn Du völlig gesund werden und bleiben willst - möglichst aus: Grüne Wildpflanzennahrung, Grüne Bio-Nahrung, Frische Früchte-Nahrung, Wurzel-Nahrung, Fette Nahrung.

Die Urkost in Gruppen

von Franz Konz

Deine rohe Urnahrung besteht in Zukunft für Dich - wenn Du völlig gesund werden und bleiben willst - möglichst aus:

  1. Grüne Wildpflanzennahrung (Klasse 1) verdaut in ca. 2 Stunden. (Eiweiß-Kohlehydrat-Fettanteile geringfügig.) Als Wildpflanzen sind hier nur die am weitest verbreiteten, häufig vorkommenden Arten aufgeführt.

    Stark chlorophyllhaltiges Grün:

    • Bärenklaustengel
    • Bärlauch (obwohl er so gut schmeckt: nur wenig davon essen! Der wildwacbsende Bärlauch ist mit Knoblauch nahe verwandt. Im Zoo verweigern die Menschenaffen den Salat, wenn er mit Knoblauchwasser besprengt war - wie ich durch Versuche feststellen ließ)
    • Bachbunge
    • Beinwell (wild als Comfrey)
    • Borretsch (ist oft verwildert anzutreffen und paßt gut als Gewürz zum Löwenzahnsalat)
    • Brennesselspitzen
    • Disteln (besitzen den höchsten Gehalt an Eiweiß, mehr als Soja. Pflanze sie im Garten an und gib Deinem Wildsalat täglich davon einige Blätter zu.)
    • Farne, besonders der überall wachsende Adlerfarn (geschützte Arten sind Strauß- und Königsfarm, sowie Hirschzunge)
    • Franzosenkraut
    • Forsythienblüten
    • Gänseblümchen und -blätter (im Winter)
    • Engelwurz
    • Farnwurzeln (im Winter)
    • Federgras
    • Giersch
    • Große Fetthenne (besonders gut schmeckend)
    • Grassamen, frisch vom Wiesenlieschgras ab Anfang Juni schmeckt er am besten; an der Spitze festhalten, Samen mit Daumen und Zeigefinger nach unten abstreifen!
    • Die Quecke bringt Ende Juli winzige Früchte, die einzeln gut eßbar sind
    • Gras im Winter (Wurzelstöcke der gemeinen Quecke sind süß)
    • Grassamen nach der Blüte im Juni
    • Huflattich
    • Kleeblüten
    • Krokus
    • Löwenzahn
    • Milzkraut (an Bächen)
    • Melde (auch frischer Meldesamen neben Blättchen)
    • Malve (Blätter und frischer Malvensamen)
    • Moos
    • Pfennigkraut
    • Portulak (viel am Meer)
    • roher Wildreis (wilder, unbehandelter; kriegst Du nicht im Laden - der ist stets geröstet)
    • Rhabarber
    • Salat-Fetthenne
    • Rauchgras
    • Sauerampfer
    • Scharbockskraut
    • Schlüsselblume
    • große Springkrautblüten und -samen (frisch)
    • kleines Springkraut (auch Blätter)
    • Taubnesselblätter und -blüten
    • Veilchen (schmecken äußerst lieblich, aber laß sie lieber stehen, auch wenn sie nicht unter Naturschutz stehen, sie sind zu selten)
    • Teufelskralle (sehr zart!)
    • Vogelknöterichsamen und -blätter (frisch, ab Anfang September)
    • Vogelmiere
    • wilde Herbstasterblüten
    • Acker- und Zaunwinde
    • Waldsauerklee
    • Waldmeister
    • Weideröschenblätter
    • Wegerichsamen (ab Mitte August frisch - die noch grünen Stengel halb abschneiden und die Samen entgegen der Wuchsrichtung zwischen den Zähnen abziehen)
    • Wiesenknopf und andere Wildpflanzen
    • auch Baumblätter wie

      • Ahorn (erst säuerlich, dann süß schmeckend)
      • Apfelbaum (bitter)
      • Birke
      • Buche
      • Linde (schmeckt zart, süß und lieblich)
      • junge Fichten- und Lärchentriebe
      • Himbeerstrauch
      • Kirschbaum
      • Pappel
      • Ulme (stillt Hunger am besten)
      • Weide
    • Weißdorn
    • wilde Möhre (wenn sie blüht, ist sie daran erkennbar, daß ein dunkles Perlchen mitten drin sitzt: der Mohr, von dem die Möhre ihren Namen hat.)
    • Blätter von Sträuchern wie dem Knöterich (sauer) oder Wein.
    • Im Winter: Brombeerblätter (Stacheln der Innenrippen abschaben, und dann stückchenweise abbeißen).
    • Im Frühjahr: Kartoffelrosenblätter und junge Farnsproße
    • keine Holunderblätter
    • Wacholderbeeren (frisch vom Strauch zu Salaten).

    Wenn kein Wildgrün zu bekommen ist, greife zu Breitlauch (auch die oberen dunkelgrünen Blätter), dem Möhren- und Selleriegrün und vielen Wurzeln und Knollen. Wildbeeren, Moosbeeren, Wald- oder Heidelbeeren, Walderdbeeren, Waldhimbeeren, Vogelbeeren, Brombeeren, Beeren vom Faulbaum und der Felsenbirne, Berberitzen. Das alles nimmst Du nur, wenn es mindestens 500 m von Straßen und 1000 m von einer Autobahn entfernt wächst.

    Die intensive Flächenbewirtschaftung der modernen Landwirtschaft hat bewirkt, daß die Böden an lebenswichtigen Mineralien verarmen. Daher ist es so wichtig, von Wildpflanzen mindestens einen Teil der Nahrung zuzugeben. Was nicht für einen Salat von (in den Alpen) oft massenweise erblühenden kleinen Stiefmütterchen gilt. Ein Salat nur davon ist ein Gericht für Feinschmecker. Und Anfang Mai in den Bergen glaubst Du bei einem Salat aus Krokusblüten, Engelszünglein zu verspeisen. Und vergiß nicht die Blüten vom Weißklee (weiße Köpfchen)!

  2. Grüne Bio-Nahrung (Klasse 2)verdaut in ca. 2 1/2 Stunden (bei Magengeschwächten dauert es länger). Wenn Unkräuter, Blätter oder wildes Grün und Gras nicht zu erhalten sind: nimm als Ersatz, falls biologisch angebaut:

    • Urzeitnah gezogene Avocados
    • Bambussprossen
    • Urzeitnah gezogenen Blumenkohl mit Strunk ond Blättern
    • Boretsch
    • Urzeitnah gezogene Brokkoli
    • Urzeitnah angebauter Chinakohl
    • Urzeitnah angebauter Endivien- und Feldsalat
    • Urzeitnah angebaute Erbsen (sofort vom Strauch sättigen gut - getrocknete Erbsen und Linsen bewirken einen Säureüberschuß im Körper, frische dagegen nicht!)
    • Urzeitnah angebauter Feldsalat
    • Urzeitnah angebaute Gurken
    • Urzeitnah angebaute Garten- und Brunnenkresse (keine auf Watte gezüchtete)
    • Urzeitnah angebaute Kohlrabi
    • Kopfsalat (biologisch gezogen, nie aus dem Treibhaus)
    • Urzeitnah angebauter Lattich, Okra
    • Urzeitnah angebaute Pflücksalat
    • Petersilie (am besten aus dem eigenen Garten)
    • Radieschen (Bio, sonnengereifte)
    • Rhabarber
    • Urzeitnah angebauter Rosenkohl
    • Urzeitnah angebaute Sellerie
    • Urzeitnah angebaute Sojasprossen (in Erde gezogen)
    • Urzeitnah angebaute Trauben (Wein) und Weinblätter von wilden Arten
    • Urzeitnah angebauter Wirsing
    • Urzeitnah angebauter Weißkohl
    • Urzeitnah angebaute Zucchini
    • Von einem in Naturboden stehenden Weinstock die Blätter, vor allem die ersten jungen Reben.

  3. Frische Früchte-Nahrungverdaut in ca. 1 bis 2 1/2 Stunden
    • Ananas, aber nur ausgereifte nehmen. (Zerteile frische Ananas nicht mit demselben Messer, mit dem sie geschält wurde. Die Schale enthält eine Säure, die Entzündungen an Mund und Lippen verursachen kann.)
    • Äpfel (urzeitnah angebaute)
    • Apfelsinen
    • Aprikosen (urzeitnah angebaute)
    • Bananen (kleine, biologisch angebaute aus dem Naturladen)
    • Baumtomaten
    • Birnen (urzeitnah angebaute, süße, sonnengereifte)
    • Brombeeren (reif: Mitte August bis Ende September)
    • Cassia (das frühere Manna hilft Dir bei Stuhlverstopfung sofort - ein paar der kleinen Scheibchen genügen!)
    • Corossot
    • Cararnbole
    • Cherimoya (Tropenfrüchte versetzen Dich in den Garten Eden!)
    • Datteln (frische und ungesüßte in Feinkostgeschäften oder Kaufhäusern - werden im Dezember bis Januar eingeflogen)
    • Dattelpflaumen
    • Durian (in Asien-Shops erhältlich)
    • Erdbeeren (urzeitnah angebaute)
    • Faulfrüchte
    • frische Feigen
    • Granatäpfel
    • Grapefruits (Bioware ist schwer erhältlich, deshalb darauf verzichten)
    • Grenadillos
    • Guaven
    • Heidelbeeren
    • Himbeeren
    • Jackfrüchte
    • Johannisbeeren
    • Johannisbrot
    • Kaktusfeigen
    • Karanji
    • Kastanien (gerade weil sie so bitter sind!)
    • Kartoffelrosenfrüchte
    • Kakis
    • Kirschen
    • Kiwis
    • Kumquats
    • Limonen
    • Litschis
    • Mandarinen
    • Mangos
    • Mangustan
    • Maronen
    • Melonen (biologisch angebaute aller Arten!)
    • Mirabellen
    • Moosbeeren
    • Papayas
    • Passionsfrüchte
    • Pfirsiche (schon 300 Jahre v. Chr. von den Chinesen kultiviert)
    • Pflaumen
    • Preisselbeeren
    • Rambutan
    • Reineclauden
    • Stachelbeeren
    • Salak (Schlangenhautfrüchte)
    • Sapotillen
    • Tamarinden (als Naschwerk)
    • Tomaten (Bio)
    • Vogelbeeren
    • Vogelkirschen
    • Weintrauben (eigengezogene im Garten und die ersten Triebe der jungen Blätter. Es gibt eine dunkle amerikanische Art, die bei uns gut reift)
    • Weißdornbeeren
    • Zwetschgen

  4. Wurzelnahrungverdaut in ca. 3 Stunden
    • Fenchel (urzeitnah)
    • Ginsengwurzel
    • Kürbis
    • urzeitnah gezogene Karotten und Rote Bete (nur Biowurzeln schmecken süß)
    • urzeitnah gezogene Kartoffeln
    • Yam
    • Maniok
    • urzeitnah gezogene rohe Möhren (ich sag's nochmal, das wird immer vergessen: auch das Möhrenkraut bei Wildpflanzenmangel essen!)
    • urzeitnah gezogene Rote Bete
    • Schwarzwurzeln
    • Topinambur (die kannst Du sogar im Gefrierfach unbeschadet aufbewahren, weil sie winterhart sind. Mit Grün läßt sich das nicht machen - das zerfällt sofort nach dem Auftauen. Hier werden, da von der Natur nicht für Frost eingerichtet, sofort die Gewebestrukturen zerstört.)
    • Erdnüsse (von P4F sind die sehr gut!BR)
    • Maronen
    • Bio-Süßmais (frisch)
    • stengelfrische, biologisch angebaute Maiskolben. (Letztere sowie Rote Bete und Möhren sind zwar keine Urpflanzen - ich sehe sie aber wie veredeltes Obst an, das es in der Urzeit auch noch nicht gab.)
    • Yambean, eine saftige, köstliche asiatische Wurzel.
    • Spargel ist nicht eßbar, so stark ist er mit Stickstoff gedüngt und mit Unkrautvernichtungsmitteln behandelt!
    • Versuche Rote Bete draußen im Garten (gut mit Laub abgedeckt) in der Erde zu lassen, die ertragen Kälte ganz gut.

  5. Fette Nahrungverdaut in ca. 3 1/2 Stunden
    • Wilde Avocados (vom Tropenversand) und Bio-Avocados. (Reife Avocados besitzen vorverdautes Fett, das heißt, ihre Enzyme haben es zu Glycerin abgebaut. Ferner ist ihr Eiweiß bereits auf Aminosäuren reduziert)
    • Brennesselsamen
    • frische Bucheckern
    • frische Eicheln
    • frische Haselnüsse
    • Kokosnüsse
    • Leinsamen - den Du nur im Naturladen kaufen solltest, da in Biowaren der Schadstoff Cadmium nur geringfügig enthalten ist. (Leinsamen bewirkt vor allem einen weichen Stuhlgang.)
    • Frische Mandeln
    • Mohn
    • frische Paranüsse
    • frische Pekannüsse
    • frische Sonnenblumenkerne
    • frische Walnüsse (Bionüsse sind klein und ungeschwefelt!)
    • frische Pinienkerne. Alles nur mit Schale bestellen wegen des Wohlgeschmacks.
    • Cashewkerne darfst Du nur in Ausnahmefällen nehmen. Sie sind meist durch einen Hitzeprozeß gegangen, damit sie ihren sonst leicht bitteren Geschmack verlieren.


Die fünf Ur Kost-Standard-Gerichte

  1. Obstsalat aus gemischten Früchten. (Dazu gehören auch Avocados.) Hinzu geben: - fein gehackte Feigen, Datteln (möglichst frisch) oder Rosinen, - frische Waldkräuter aller Art, - im Winter fein zerschnittenes Gras.
  2. Biosalat kurz vor dem Essen - außer Feldsalat - leicht zerzupft. Untermischt mit: - zerdrückter Avocado, - Kümmel oder Kardamon, - frischen Wildkräutern (im Winter mit Gras), - frischen Nüssen oder Tomaten.
  3. Wildkräuter mit Bio-Bananen (Schalen bereits schwarz-fleckig) zusammen essen.
  4. Wildkräuter mit anderem Obst oder Beeren zusammen essen.
  5. Wurzeln (Topinambur, Möhren, Rote Bete) allein essen. Ebenfalls eingeweichte oder frische Nüsse.


Letzte Änderung: 8.11.2005 10:20:44 - Autor: Brigitte Rondholz - Letzter Autor: Hartmut D.
Home