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Mein Einstieg

Dazugekommen bin ich so ähnlich wie die berühmte Jungfrau zum Kind: eigentlich völlig unabsichtlich :)

Im Frühjahr 2002 sah ich im Fernsehen eine Hobbythek-Sendung von Jean Pütz zum Thema Wildkräuter. Vorgestellt wurden u.a. Giersch und Löwenzahn und die besondere Wirkung der geheimnisvollen "sekundären Pflanzenstoffe", die noch nicht vollständig wissenschaftlich erforscht sei.

Diese Sendung fand ich derart interessant, daß ich begann, mich näher damit zu beschäftigen und möglichst viel Informationen über Wildkräuter zu sammeln.

Schon bald darauf stieß ich im Internet unter www.bfgev.de auf die Online-Version des GKK ("Großen Gesundheits-Konz) und begann, über das Stichwort "Wildkräuter" hinaus aus Neugierde ein wenig darin zu schmökern.

Gesund werden nur durch richtig essen? Sicht- und spürbare Erfolge nach nur 2-3 Monaten Ernährungsumstellung? Das hörte sich zu schön an, um wahr zu sein. Aber was sind schon 2-3 Monate? Nur eine sehr kurze Zeit. Das mußte ich versuchen!!!

Der erste Versuch

Ich fühlte mich zwar nicht richtig "krank", hatte aber wenige heutzutage schon "normale" Wehwechen wie seit Jahren immer wiederkehrende Magenbeschwerden, die von Ärzten nach Magenspiegelung als Gastritis diagnostiziert wurden, verursacht durch das Bakterium Heliobakter. Dies könne man durch eine Antibiotika-Kur in den Griff bekommen, wenn es schlimmer würde. Nein danke - lieber schleppte ich das Problem jahrelang mit mir herum.

Probleme mit den Zähnen hatte ich auch schon in Gestalt von Parodontose und empfindlicher Zähne, trotz sorgfältiger Mundhygiene im Sinne des Zahnarztes.

Diverse Allergien hatte ich seit Jahren: chronischer Fließschnupfen und juckende Augen waren für mich leider schon zur Normalität geworden.

Konsequent durchgehalten habe ich dann nur 2 Monate Urkost.

Dies hat bereits ausgereicht, um die Magenbeschwerden zur Geschichte werden zu lassen: keinerlei Probleme traten damit mehr auf. 1a! Auf Nimmerwiedersehen, Herr Internist.

Wenn ich zuviel Obst aß, begannen meine Zähne aber immer noch zu schmerzen. Das bekam ich besser in den Griff, indem ich wie vom Franz empfohlen immer Grünfutter dazu esse. [Ein Artikel von Dr. Probst zum Thema findet sich übrigens auch im Forum: Siehe http://f25.parsimony.net/forum63512/messages/23330.htm, Zahnprobleme durch falschen Umgang mit Obst]

Und die Allergien? Seit Jahrzehnten hatte ich ohne Medikamente keine freie Nase mehr, oder bei Aufenthalt in einer Höhle mit Reinluft. 2 Monate Urkost reichten für dasselbe Resultat aus :)

Und warum nur 2 Monate?

Ich begann dann auch mehr aus Neugierde als aus "Sucht" oder "Gier", bewußt meine Lieblingsrestaurants zu besuchen und mir meine Lieblingsspeisen zu bestellen - nur um festzustellen, daß sie mir bei weitem nicht mehr so gut schmeckten wie früher. Mein Geschmackssinn hatte begonnen, sich drastisch umzustellen und mir den direkten Vergleich zwischen "konventioneller" Kost und Urkost zu erlauben.

Unterm Strich waren meine Erfahrungen so sehr positiv, daß ich beschloß, noch eine Zeitlang weiterzumachen und zu beobachten, wie ich mich dabei so fühle, wenn ich "außer der Reihe" mal dies und das probiere.

Weitere Pläne?

So lange es mir so gut geht wie jetzt (Frühjahr 2003), werde ich mit dieser Ernährung weitestgehend weitermachen.

Zumindest die Rohkost habe ich seither durchgehalten, mit gelegentlichem Brotessen. Das im Getreide enthaltene Gluten soll ja die Lymphgefäße verstopfen; dies kann ich gut nachvollziehen, da ich wenige Tage nach "Genuß" von Brot etc. unreine Haut und Pickel bekomme (reproduzierbar).

Warum nur Roh- und nicht Urkost? Ganz einfach, über den Winter gibt es leider ein Beschaffungsproblem mit Wildkräutern. Daher greife ich eben auf das zurück, was die Bioläden so anbieten. Sobald in der Natur wieder etwas wächst, schlage ich selbstverständlich wieder zu, so gut wie mir Wildkräuter schmecken :)

Und das schlechte Gewissen wegen Ausrutschern? Habe ich nicht; in gewisser Hinsicht sind sie zur Verinnerlichung wohl sogar notwendig, denn nach meiner Erfahrung muß man konventionelle Kost mit durch Urkost sensibilisiertem Geschmackssinn versuchen, um selber zu schmecken, wie nichtssagend und leer das Zeug doch schmeckt und natürlich auch ist. Bäh!

Einmal habe ich mir vom Pizzaexpress eine Pizza Margherita mit Tomaten, Käse und Zwiebeln kommen lassen -welch Ketzerei ;>. Gut geschmeckt hatte sie vordergründig schon, nach längerem Kauen verschwand der Wohlgeschmack jedoch schon bald, und man kaute auf "Leere" herum. Als Beigabe hatte ich viele Stunden danach noch einen verdorbenen Magen :( Hoffentlich merke ich mir das eine Weile... (wenigstens hat mir die grüne Argiletz-Heilerde rasch geholfen)

Das Geschmackserlebnis von reifem Obst oder Wildkräutern kann man vielleicht mit dem Genuß eines guten Rotweins mit "Abgang" vergleichen: der Geschmack bleibt beim hochwertigen Bordeaux aus Eichenfaßausbau minutenlang am Gaumen haften, dagegen sind Geschmackserlebnisse von Billigweinen oft schon unmittelbar nach dem Herunterschlucken vergessen.

Sekundäre Pflanzenstoffe hin oder hier: Ich möchte und werde mich nicht kasteien, sondern ich möchte vor allem das essen, was mir gut schmeckt und was ich gut vertrage (verkappter Feinschmecker, der ich bin). Und das scheint nun mal die Roh- oder Urkost zu sein :)

Ich kann nur jede(/-n) zum Ausprobieren ermutigen, es lohnt sich wirklich!



Letzte Änderung: 23.11.2006 07:17:17 - Autor: Michael Z. - Letzter Autor: Michael Z.
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