Gabriele Riedberg Schrittweise Umstellen Auf Urkost


Auszüge aus einem Artikel von Gabriele Riedberg für "Natürlich Leben".

Wie stelle ich schrittweise zur Urkost um?

Eine Methode schrittweise umzustellen ist nach und nach einzelne Mahlzeiten durch Urkostmahlzeiten zu ersetzen, z. B. zunächst statt Brot und Kaffee zum Frühstück frisches Obst zu essen, als nächstes dann zum Mittagessen einen Urkostsalat und so weiter.

Sehr sinnvoll ist auch die Methode, nach und nach bestimmte Nahrungsmittelbestandteile wegzulassen, das aber dann gezielt und konsequent. Grundgedanke hierbei ist, dass diese Nahrungsbestandteile auf jeweils eigene – negative - Weise im Verdauungstrakt und im gesamten Körper wirken.

Wesentlich hierbei ist also, dass man Nahrungsmittelkomponenten weglässt und nicht einzelne Gerichte, also als Beispiel nicht keine Pizza mehr zu essen, aber weiterhin Nudeln oder Brot (Nahrungskomponente Getreide).

Ganz selbstverständlich sollte von Anfang an, ohne „Übergangsfrist“, folgenden Komponenten bzw. Gruppen ein konsequentes „Aus“ erteilt werden:

Junkfood jeglicher Art (also Mac Donalds, Imbissbuden usw.), Nikotin und Alkohol (eigentlich auch Kaffee, aber das ist für viele ja besonders schwer). Überhaupt ist es ab dem Beginn der Umstellung eigentlich Pflicht, von Fertiggerichten jeder Art, also von allem, was du nicht selbst zusammengestellt hast, Abstand zu nehmen, insbesondere natürlich von industriell hergestellten Nahrungsmitteln, besonders weil du dir hier nie sämtlicher Inhaltsstoffe sicher sein kannst. Nur wenn du genau weißt, was in jedem Gericht enthalten ist, kannst du nach und nach bestimmte Nahrungsmittelbestandteile ausschließen.

Nahrungsmittelkomponenten, die auszuschließen sind, können wie folgt benannt werden (ohne wertende Reihenfolge):

  • Fleisch
  • Milchprodukte und Eier
  • Kaffee
  • Zucker
  • Getreide
  • Erhitztes
  • Salz, Gewürze

    Bei Zucker beispielsweise bedeutet das wirklich jeden Zucker, egal ob Haushaltszucker, braunen Zucker, Fruchtzucker, Traubenzucker, Vollrohrzucker usw. und auch Honig. Dann geht natürlich auch kein Kuchen mehr, kein Eis, keine Schokolade, keine Limonade und nichts mehr, worin Zucker enthalten ist und sei es noch so versteckt.

    Fleisch umfasst wirklich alle Tiere, also auch Vögel ebenso wie Fische und Meerestiere (ich lehne die verschleiernden Begriffe „Geflügel“ und „Meeresfrüchte“ ab!) usw., natürlich auch Reptilien und Kriechtiere (falls wirklich jemand Schildkrötensuppe, Froschschenkel und/oder Weinbergschnecken essen sollte) und natürlich auch jede Art Wurst. Ich persönlich halte es für sehr erstrebenswert, das Fleisch als erstes wegzulassen.

    Der Schritt zum Vegetarier ist ja sozusagen auch noch vergleichsweise „normal“ in unserer Gesellschaft, vor allem jedoch ist der Respekt vor unseren Mitlebewesen eine wesentliche Grundhaltung eines Urköstlers, auch eines werdenden Urköstlers.

    Die weitere Reihenfolge der wegzulassenden Elemente kannst du selbst bestimmen, jedoch solltest du dir einen Plan aufstellen, der die Reihenfolge und auch einen zeitlichen Ablauf beinhaltet, sprich wie lange du dir für jeden Schritt Zeit nehmen willst.

    Wenn es etwas gibt, von dem zu lassen dir besonders schwer fällt, dann beschäftige dich besonders intensiv mit dessen negativen Auswirkungen im Körper. Du kannst dir auch kleine „Merker“ machen, z. B. ein Zettelchen an den Kühlschrank „Milch entkalkt meine Knochen!“ o. ä. - auf dein Unterbewusstsein werden diese Merker nicht ohne Wirkung bleiben. Du wirst auch mit fortschreitender Umstellung eine differenziertere Wahrnehmung der Reaktionen deines Körpers auf die jeweilige Nahrung entwickeln, wirst zum Beispiel immer öfter die „Verdauungsleukozytose“ als Folge von Schlechtkost spüren (vermehrte Ausschüttung von weißen Blutkörperchen, sehr ähnlich der Reaktion auf das Eindringen von Krankheits-erregern) und die damit einhergehende Müdigkeit sowie das Druckgefühl im Magen spüren. Du hast es schon vorher bemerkt, aber als „normal“ empfunden, nun wird dir immer klarer, wie es sich anfühlt, wenn dein Körper die richtigen oder die falschen Lebensmittel erhält.

    Vertraue darauf, dass die Sehnsucht nach abgelegten „Genüssen“ vorübergehender, nicht dauerhafter Natur ist. Auch wenn du es dir noch nicht vorstellen kannst, es kommt der Tag, an dem dir deine früheren Lieblingsgerichte nicht mehr fehlen werden, an dem du wirklich ganz cool direkt daneben stehen kannst und weißt: „Das brauche ich nicht mehr und will ich auch nicht mehr“! Und je entschlossener und flotter du die Umstellung durchziehst, desto schneller wird dieser Tag kommen. Genauso ist eine akute „Fressattacke“ vorübergehender Natur, sie besteht nicht endlos fort, sondern es gilt nur eine kurze Dauer durchzustehen. Mit diesem Gedanken lässt es sich leichter stark bleiben. Lenk dich ab – und du wirst dich hinterher großartig fühlen, dass du stark geblieben bist.

    Du wirst, wenn du ernsthaft bei der Sache bleibst, die Eigendynamik der natürlichen Lebensweise spüren. Du wirst feststellen, dass du dich immer besser fühlst und dass eine regelrechte Neugier darauf erwacht, es noch konsequenter durchzuführen, immer weiter zu gehen. Und du wirst erleben, dass sich anfängliche Zweifel allmählich abschwächen und schließlich ins Gegenteil verwandeln. Zum Beispiel was gesellschaftliche Anlässe angeht, da geht es dir vielleicht wie mir, ich dachte ganz am Anfang, es sei völlig utopisch, so „extrem anders“ aufzutreten als alle anderen. Man glaubt, man würde sich zum totalen Außenseiter machen und würde es auch rein praktisch gar nicht bewerkstelligen können, sich bei Einladungen diversester Art Urkost oder wenigstens Rohkost zu organisieren, ja selbst im Alltag sieht man es als kaum durchführbar an. Aber hier gilt wirklich: Nur wenn du es TUST, wirst du sehen, dass es GEHT! Es geht wirklich, es hängt nur von der Überzeugung ab, mit der du es MÖCHTEST!

    Etwas das sehr wirksam sein kann, ist Autosuggestion. Du kannst dir die Schlechtkost bewusst regelrecht „ausreden“. Wenn du gerade Schlechtkost isst, denke bewusst daran, dass du deinem Körper etwas zuführst, das er eigentlich gar nicht brauchen kann, das ihn belastet und das ihn nur zu einer Maßnahme veranlassen wird, nämlich es wieder auszuscheiden.

    Mach dir bewusst, dass dich jede Schlechtkostmahlzeit näher an Alzheimer, Diabetes, Herzinfarkt, Parkinson, Neurodermitis, Asthma, Osteoporose und Krebs bringt, dich von natürlicher Schönheit entfernt und dein Leben verkürzt. Darum ist es so wichtig, sich kontinuierlich Wissen anzueignen, immer wieder über die Rohkost/Urkost zu lesen. Damit du, wenn du zum Beispiel etwas Gezuckertes isst, gar nicht anders kannst, als an deine armen Zähne zu denken, für die der Kontakt mit dem isolierten Kohlehydrat ein regelrechter Schock ist. Damit du, wenn du Milchprodukte isst, dir des Kaseins gewahr bist, für dessen Aufspaltung deinem Körper die Enzyme fehlen, weswegen er als Notbehelf deinen eigenen Knochen Kalk entzieht, um das Kasein zu binden und somit zu neutralisieren. Damit du, wenn du Brot, Nudeln oder Gebäck isst, das Gluten vor Augen hast, das in deinem Darm wie Kleister wirkt, deine Darmwände nach und nach überzieht und die vollständige Ausscheidung verhindert sowie die Aufnahme der Vitalstoffe behindert. Mach dir bewusst, dass du mit jeder weiteren Schlechtkostmahlzeit der Reinigung deines Körpers eine Bremse verpasst, nicht nur die Reinigung von Altlasten aufhältst, sondern abermals neuen „Müll“ zuführst, der auch wieder nur entsorgt werden muss.

    [...]

    Wenn Menschen in deinem Umfeld krank sind, sei es „nur“ eine Erkältung oder aber etwas Gravierenderes, beobachte aufmerksam und mache dir freudig klar, dass du auf dem wundervollen anderen Weg bist, einem Weg, der Gesundheit heißt! Lass dich auf die unglaublich beglückende Aussicht ein, vor Krankheit, Schmerz und Siechtum keine Angst mehr haben zu müssen. Noch kannst du es dir nicht vorstellen, noch ist es zu unglaublich, aber du wirst es erleben! Du wirst frei sein von der Sorge, spätestens im Alter mit Gebrechen und nachlassenden Kräften rechnen zu müssen und frei von der Sorge, dich Ärzten ausliefern zu müssen. Spüre bewusst, dass du jetzt andersdenkend bist und sei stolz drauf!

    [...]

    Neben der Ernährung sind auch die anderen Säulen der gesunden Lebensführung nach und nach umzustellen, sie sind nicht minder wichtig. Vielleicht warst du schon immer am liebsten in der Natur unterwegs, hast dich gerne bewegt, hast gerne gesungen. Wenn nicht, wird es jetzt Zeit aktiv zu werden, die Lymphe zum Fließen zu bringen durch möglichst tägliche natürliche Bewegung in frischer Luft. Und es wird Zeit, deine Seele zu pflegen und deinen Geist zu bereichern, statt ihn abzustumpfen. Überprüfe deine Gewohnheiten und löse dich von solchen, die dir nicht gut tun.

    [...]

    Mehr davon in der "NL"!


    Letzte Änderung: 28.3.2006 20:28:42 - Autor: Brigitte Rondholz - Letzter Autor: Brigitte Rondholz
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