Eva Und Florians Seite


Eva (40) und Florian (13)

Wir sind ein Team, seit ich Florian im August 1993 geboren habe.

Schon immer habe ich versucht, die vegetarische Ernährung dauerhaft beizubehalten - längstens 2 x 4 Jahre - doch immer wieder scheiterte ich. Entweder waren es die Arbeitgeber (ich zog viel von Hof zu Hof um zu Arbeiten und zu Lernen) die sich herkömmlich ernährten und nicht bereit waren, einen Andersköstler zu beherbergen oder es waren meine Partner, die meine Einstellung nicht nur belächelten, sondern auch boykottierten.

Heute weiß ich, das ich damals noch nicht in mir selbst fest genug war.

Das hat sich geändert!

2001 habe ich mein Leben komplett umgekrempelt: mich von Mann, Haus und eigenem Naturkostladen getrennt. Im Januar 2005 packten Florian und ich unsere "Koffer" und die Tiere und zogen vom Rheinland nach Ostsachsen in die Nähe von Zittau, wo wir für "3 westliche Monatsmieten" ein altes leerstehendes NVA-Gebäude ersteigerten. Hier leben wir wie es uns gefällt.

Ende 2005, vom schlimmsten Seelenmüll der letzten Jahre befreit, hatte ich endlich wieder Muße über unsere Ernährung nachzudenken. Ich hatte ein Gewicht, mit dem ich nicht zufrieden war, Rheuma in Fingern und den Knien, zum Teil heftige Gelenkschmerzen, Haarausfall, Schuppen; lauter so Kleinigkeiten, über die keiner spricht - die aber sooo viele mit sich herumschleppen.

Ich begann wieder, mehr Rohkost auf den Tisch zu bringen, verschlang Bücher von Schnitzer, D´Adamo, Kulvinskas, Ehret, Wandmaker, Konz (genau in dieser Reihenfolge). Im Schnellschritt ging es mir besser - doch erst seit ich mich mit der Urmethode befasse und mich rein urköstlich ernähre, sind die o.g. Beschwerden weg - einfach so - weg! Unglaublich. Ich bin wieder fit und beweglich. Und mein Gewicht hat sich seit Mai 2006 bei wunderbaren 60 kg eingependelt bei einer Größe von 174cm. (im Februar´06 waren es noch 73kg)

Mitte April 2006, als mir klar war, das ich bei dieser Ernährungs-/Lebensweise bleibe - begann ich, auch Florian ganz langsam umzustellen. Statt selbstgebackenem Dinkelvollkornbrot nur noch Knäcke, statt Kuhvollmilch gabs Sojamilch, Würstchen wurden ersatzlos gestrichen, Salami und Süßigkeiten (die es eh nicht häufig gab) nicht mehr gekauft. Der Vorrat an Nüssen, Mandeln und Trockenfrüchten wurde zum Routineeinkauf. Morgens gab es bereits seit Februar nur noch Obstmüsli - erst noch mit Frischkorn, dann im April nur noch mit Obst und Joghurt, seit Mitte Mai is(s)t auch Florian (zu hause) komplett ohne tierische Nahrungsmittel.

Schon in diesen wenigen Tagen bekam Florian eine frischere Farbe ins Gesicht, war nicht mehr so muffeliger Laune und sprühte vor Elan (es ist erstaunlich, das man das sogar bei Kindern, die ja eigentlich immer mehr oder weniger gut drauf sind, beobachten kann).

Für mich ist ganz klar: Es gibt kein Zurück mehr zur "Schlechtkost"

Hungergefühle, Sehnsüchte, Herumschleichen um Regale auf der Suche nach was Eßbarem - das ist Vergangenheit. Obst und Gemüsefrüchte, Kokosnüsse, Nüsse, Mandeln - all diese Köstlichkeiten stehen heute zur freien Verfügung. Die Essenmenge hat sich automatisch verringert - Qualität statt Quantität!

In der ersten Zeit hatte Florian das Gefühl, ich würde ihm etwas wegnehmen wollen, indem es keine Nudeln, keine Würstchen oder andere - bisher leckere - Dinge mehr gab. Erst im Laufe der Wochen und Monate kam eine andere Sichtweise zutage und die Lust nach Frischem wuchs von Tag zu Tag. Saftiges Obst, herrliche Pagoden und Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten. Ein Start in den (Schul-)Tag mit solch köstlichen Geschenken der Natur erwuchs auch bei ihm zum absoluten Muss - ohne das er heute keinen Tag mehr beginnen will. Und auch die Wildkräuter bindet er immer häufiger in sein Essen mit ein.

Florian zählt seit der Umstellung auf vegane Rohkost zu den besten seiner Klasse und ist sportlich immer ganz vorne dabei. Er lernt locker und leicht ohne Anstrengung und verblüfft mit gesundem Ehrgeiz und Strebsamkeit. Seine früheren ADS-Symptome sind vollständig verschwunden; Er ist ein lebensfroher, aufgeweckter und ausgeglichener, gesunder Junge geworden.

Florian´s Nase ist seine "Ampel". Zu Zeiten der Schlechtkost war sie übersät mit Pickeln, die mit zunehmendem Alter immer akneverdächtiger wurden. Mit der Umstellung der Ernährung wurden diese Pickel immer kleiner und weniger und verschwanden mit Erreichen der veganen Rohkost ganz. Die Haut auf der Nase wurde zart und rein wie bei einem Baby. Noch heute zeigt sie an, wenn Florian einen Seitensprung in Sachen Essen hinlegt. Die Nase "blüht" und braucht ganze 3 Tage, um sich wieder von 1 Pizza, 1 Döner o.ä. zu erholen. Da die Pubertät vor der Tür steht, ist es schön zu wissen, das sie aknefrei gelebt werden kann.


Brigittes Tagebuch und das Urkostforum sind meine ständige Lektüre. Sie stecken voller Aha´s und Ideen, die ich auf diesem Weg gerne annehme


Letzte Änderung: 12.10.2006 07:48:17 - Autor: Eva L. - Letzter Autor: Eva L.
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