Brigitte Im Nachtcafe Bei Wieland Backes


Ein Gruppenfoto vor der Sendung aufgenommen:

http://www.urkostmitbrigitte.de/bilder/Nachtcafe.jpg

Hier ist er nun - der Bericht darüber! :-)

Urkost im Nachtcafé bei Wieland Backes

Vielleicht haben es einige von euch gesehen? Am 12.10.2001 fand im SWR 3 die Fernsehtalkshow mit dem Titel "Reiche leben länger - auf dem Weg in die Zweiklassenmedizin?" im NACHTCAFé unter Leitung von Wieland Backes mit urköstlicher Beteiligung statt.

Fünf geladene Gäste, der Schauspieler Michael Lesch, eine junge Frau einer Morbus - Hodgkin - Patienteninitiative, zwei Ärzte, eine parlamentarische Staatssekretärin und meine Wenigkeit sollten an dem Abend dieses politische Thema in rund neunzig Minuten diskutieren.

Um es gleich vorweg zu sagen: So wie das Thema konzipiert und durchgezogen wurde, passte ich eigentlich nicht in die Sendung. Dennoch versuchte ich einige mir wertvolle Punkte "rüberzubringen", was mir - und das beurteile ich anhand der durchweg positiven Publikumsreaktionen - wohl letztendlich auch geglückt zu sein scheint.

Das Sendung verlief natürlich in den üblichen Bahnen, obwohl ich der netten Redaktion und dem kompetenten Gesprächsleiter Wieland Backes nur meinen Respekt zollen kann, dass sie mich als "Außenseiterin" überhaupt einluden, denn es standen ja noch andere zur Auswahl. Jenseits der politischen und gesellschaftlich genormten Vorstellungen zu diesem Thema befanden sie unsere urmethodische Position doch für so nachdenkenswert, dass sie mir diesen Raum, wenn auch nur im letzten Teil der Sendung, freundlich einräumten.

Es war nicht leicht für mich, zumal der Auftakt der Sendung mit dem Interview einer "Langzeitrheumaerkrankten" begann, die natürlich die Menschen mit ihrer traurigen Geschichte zu Tränen rührte. Mich auch fast - aber eben nur fast! Denn so ein Blick hinter die Kulissen ist natürlich manchmal Gold wert. Was, liebe Freunde, soll man davon halten, wenn eine Frau ihren bitteren Leidensweg schildert, aber auf Nachfrage eben nicht bereit ist, Gravierendes zu ändern, sondern dann eben doch lieber das Cortison und alle Folgeschäden in Kauf nimmt? Oder wenn sie mit durch die Krankheit gezeichneten Fingern doch immer noch vermag "Kette zu rauchen"?

Die Konzepte der Diskutanten liefen dann auch in ähnlich eingefahrenen Bahnen. Zwar war man sich einig, mit dem an mich gerichteten Lippenbekenntnis, "dass es alles so nicht weitergehen könne und "dass individuelle Vorsorge" in der Tat vonnöten sei, aber weder der rauchende "Promiarzt", noch die schlechtköstlerischen und alkoholtrinkenden anderen Gäste waren selber bereit oder willens, auf eine gesunde Lebensweise umzusteigen.

Stattdessen übertrumpfte man sich in politischen Allgemeinplätzen und marginalen Veränderungsvorschlägen, die sie wohl für "Verbesserungen" hielten. Die Politikerin (viel geredet - nichts gesagt!) hielt unser Gesundheitssystem für das allerbeste, besonders für chronisch Kranke. Zwar stellte sie fest, dass 3,9 Milliarden Mark jedes Jahr zusätzlich für Krankheit ausgegeben würde, aber das beurteilte sie eher stolz und irgendwie auch positiv!

Die einen wollten mehr finanzielle Eigenverantwortung, die anderen so ziemlich alles beim Alten belassen, also private Systeme gegen staatliche Pflichtversicherungen. Alles drehte sich natürlich immer wieder im Kreis um das liebe Geld, was der charmante Herr Backes dann auch damit trocken kommentierte, dass er die bisher gehörten Vorschläge "als wenig sexy" empfand... Die beiden an Morbus Hodgkin Erkrankten fühlten sich im Prinzip bestens durch ihre Chemo- und Strahlentherapie versorgt aber immerhin ließ der Praktiker, nämlich der Landarzt, schon mal Richtiges durchscheinen, wenn er feststellte, dass wir "ein Qualitätsproblem" hätten oder dass ein Diabetiker, der immer dicker würde und nicht bereit sei, in seinem Lebensstil etwas zu ändern, dies nicht mehr länger auf "Kosten der Allgemeinheit" tun könne.

Auch war interessant zu erfahren, dass die Pharmaindustrie und die Apotheker ihm, dem Mediziner, offensichtlich nicht grün waren. Na ja, der übliche Lobbyistenkampf eben.

Er räumte immerhin irgendwann ein, dass die Argumente von "Frau Rondholz, dass man gute Ernährung und viel Bewegung machen müsse, nicht von der Hand zu weisen sei." Man gestand auch zu, dass gerade unter Ärzten der "Krankenstand äußerst hoch sei"! Immerhin...

So weit so schlecht... Irgendwann - schon fast gegen Ende der Sendung - ich hatte mich bewußt aus diesen für mich unsinnigen Diskussionen herausgehalten, da doch klar erkennbar war, dass es mit "Verschlimmbesserungen" eh nicht getan ist, kam ich dann zum Zuge.

Ich konnte meine Vorschläge zu wirklichen Alternativen zum System unterbreiten, die nach der Sendung übrigens von vielen Gästen (vier kamen direkt auf mich zu!)im Publikum äußerst positiv und freundlich kommentiert wurden ("ich wollte schon gehen, aber als sie dann sprachen, wußte ich, warum es sich doch lohnte, zu bleiben..." etc.).

Ich erzählte, so begeistert wie noch möglich, nach dieser langen Wartezeit von meinen eigenen guten Erfahrungen mit der Urkost. Ich schilderte, was sich alles positiv verändert hatte in meinem Leben:

Eine komplikationsfreie natürliche Geburt ohne technische und medikamentöse Hilfsmittel oder besser: Störmittel. Meine früher von Schulmedizinern diagnostizierte "angeborende Stillschwäche" löste sich in Luft auf und ich konnte meine Tochter fast vier Jahre lang stillen, was den Moderator und alle anderen zu vor Staunen weit aufgerissenen Mündern animierte. Das war recht lustig anzusehen!

Ich konnte von der wundervollen Urkost sprechen, von Franz Konz und seinem Lebenswerk, dem Großen Gesundheits-Konz, der eben die wirklichen "Alternativen" zu unserem Gesundheitssystem bereithielte.

Das kam bei den meisten dort recht gut an, sie waren zwar "schockiert", als sie hörten, dass ich auf meinem Herd nur eine Decke liegen hätte, aber alles in allem nahmen sie es doch mit Humor und freundlichem Interesse auf.

Auch waren - wie schon erwähnt - die Reaktionen nach der Sendung durchweg positiv, mich erreichen immer noch E-mails und viele Briefe, die ich aufgrund der Sendung zu beantworten habe und ich kann wohl sagen, dass es ein Erfolg war: Nämlich die Urmethodik wieder einmal positiv als Praktikerin einem großen Publikum vorzustellen.

Unser lieber Freund Alexis Danner hat mich übrigens an diesen zwei Tagen in Ludwigsburg zu den Fernsehaufzeichnungen begleitet, und wir waren dann bei dem geselligen Ausklang des Abends in einem Restaurant angenehm überrascht, dass man uns "Urköstlern"eine recht ansprechende Rohkostplatte servieren ließ.

Fazit: Wir konnten doch mal wieder vielen Menschen wenigstens einen Gedankenanstoß in die richtige Richtung geben - letztendlich tun muß des dann jeder sowieso alleine.

Interessant war für mich auch zu erfahren, dass der Name Franz Konz doch schon einen sehr guten Klang selbst in vielen Redaktionen hat.

Und das hat dieser Mann, dem viele so viel verdanken, auch wirklich verdient.


Letzte Änderung: 16.11.2001 23:41:23 - Autor: Brigitte Rondholz - Letzter Autor: Brigitte Rondholz
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