Gedichte Roh Macht Froh Lieder Texte


© Brigitte Rondholz 2002 Alle Rechte für die nachfolgenden Texte liegen bei der Autorin - Veröffentlichungen gerne nach Absprache.

Avocados und Bananen (Das Urkost-Lied)

Text: Brigitte Rondholz; Musik: Stephen Janetzko

Vorspiel:

Mami, gib mir keine Klopse
und auch kein Ragout.
Ich will auch nicht Kuchen backen,
hör mir jetzt mal zu:

1. Avocados und Bananen möcht ich gerne haben,
Datteln, Feigen, Mangos, Kiwis finde ich ganz toll!
Ja, rote, gelbe, blaue Früchte kann ich gut vertragen,
Äpfel, Birnen, Mandeln, Trauben find ich wundervoll!

2. Süßmais, Klee und Knöterich, die darfst du nicht verstecken,
Vogelmiere, Gänseblümchen esse ich so gern.
Mit Cassia und Kokosnüssen kannst du mich heut wecken,
Möhrchen, Litschis, Wegerich, die halt nicht von mir fern!

3. Walderdbeern und Feldsalat, die mußt du mir heut geben,
Ananas und Apfelsinen finde ich ganz groß.
Mit Himbeern, Brombeern, Cherimoyas läßt es sich gut leben,
Kumquats, Grapefruits und Melonen finde ich famos!

4. Brokkoli und Sellerie, da liegst du bei mir richtig,
Rotkohl, Weißkohl und Oliven finde ich echt stark.
Doch nichts verderben mit dem Kochtopf, das ist äußerst wichtig,
Frisch vom Baum, Busch oder Feld, so ist's wie ich es mag!

Nachspiel:

Mami, jetzt fühl ich mich klasse,
denn du hast's kapiert.
Liebe geht auch durch den Magen,
aber nicht frittiert!
La la la....

Edition SEEBÄR-Musik Stephen Janetzko, Pirol weg 14, D-91056 Erlangen, Tel. 09135-721491, Fax 09135-721492, Email stephenjanetzko@gmx.net, Internet: http://www.kinderlieder-und-mehr.de

Vorfrühling (Text: Brigitte Rondholz)

Refr.

Ich hab den Frühling heut gespürt
er roch so gut, hat mich verführt
mit lauer Luft und Sonnenschein
mehr brauch ich nicht zum Glücklichsein!

Die ersten Blumen blühen schon
Im Garten und im Park,
Sie zaubern in der Frühlingszeit
Mit Farben die ich mag.

Die Vögel zwitschern aufgeregt,
bald bauen sie ihr Nest.
Sie sammeln Zweige unentwegt,
und fertig ist's zum Fest!

Die Sonne scheint viel länger nun
Und lockt uns aus dem Haus,
im Garten gibt es viel zu tun
und Stubenhocken ist ein Graus

Den Schlitten motten wir jetzt ein
Den woll'n wir nicht mehr seh'n,
wir ölen unsere Räder ein,
denn Radfahr'n ist jetzt schön.

Noch ist der Winter nicht passé
die Bäume sind noch kahl,
es gibt sogar noch manchmal Schnee
bis weit hinab ins Tal!

Doch Tag für Tag geht's jetzt voran,
der Winter muß jetzt geh'n,
bald feiern wir das Osterfest
und das ist wunderschön.

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Roh macht froh (Bei uns zu Haus!) Das Urkost-Lied!
Text: Brigitte Rondholz; Musik: Stephen Janetzko

Refrain:
Bei uns zu Haus, bei uns zu Haus,
ja, da sieht es lustig aus.
Wir essen roh, wir essen roh,
denn das macht uns alle froh!

1. Wenn meine Mami Kuchen backt, dann braucht sie keinen Herd.
Die Omi sagt: "Das geht doch nicht, da macht sie was verkehrt!
Braucht man nicht Eier, Butter, Mehl und Zucker, fast ein Pfund?
Das schiebt man in den Ofen rein, da wird er braun und rund.
Doch meine Mami lacht:
"Hört zu, wie man das macht:"

Bei uns zu Haus, bei uns zu Haus,
ja, da sieht es lustig aus.
Wir essen roh, wir essen roh,
denn das macht uns alle froh!

2. Aus Mohrrüben und Kokosnuß, da mach ich Mus ganz klein.
Rosinen, Datteln und auch Feigen schnitzel ich noch rein.
Bananen, Mandeln und Zitronen kommen noch hinzu,
den Kuchen essen wir so gern, der ist dann weg im Nu!
Frag ich euch unbeschwert:
"Wozu bloß einen Herd?"

Bei uns zu Haus, bei uns zu Haus,
ja, da sieht es lustig aus.
Wir essen roh, wir essen roh,
denn das macht uns alle froh!

3. Komm ich vom Kindergarten heim, bin ich schon ganz gespannt.
Ich renne dann, so schnell ich kann, bin außer Rand und Band.
"Was gibt es heut?", so frag ich meine Mami jeden Tag.
Die sagt: "Mein Kind, wart`s doch mal ab, ich weiß doch, was du magst!"
Sie macht den Kühlschrank auf,
und dann kommt Freude auf!

Bei uns zu Haus, bei uns zu Haus,
ja, da sieht es lustig aus.
Wir essen roh, wir essen roh,
denn das macht uns alle froh!

4. Oliven, Grünkohl, Paprika, das eß ich frisch und pur.
Karotten, Mais und Feldsalat und auch Topinambur.
Die Sprossen ham wir selbstgemacht, Maronen sind der Clou,
Tomaten und `ne Avocado nehm ich noch dazu.
Das ist so bunt und schön,
das müßtet ihr mal sehn!

Bei uns zu Haus, bei uns zu Haus,
ja, da sieht es lustig aus.
Wir essen roh, wir essen roh,
denn das macht uns alle froh!

5. Und findet eine Party statt, mit viel Musik und Spaß,
die ganzen Freunde kommen dann, denn alle mögen das.
Ja, Kiwis, Feigen und auch Mangos tischen wir dann auf,
den Strohhalm in der Kokosnuß, und alle sind gut drauf!
Wie findet ihr das bloß?
Ich finde das famos!

Bei uns zu Haus, bei uns zu Haus,
ja, da sieht es lustig aus.
Wir essen roh, wir essen roh,
denn das macht uns alle froh! *

6. Und gehn wir mal ins Feld hinaus durch Wiesen, Wald und Flur,
da hangeln wir - das müßt ihr sehn! - wie Tarzan an der Schnur.
Ein Klimmzug und auch Liegestütz, dazu ´nen Purzelbaum.
Und essen Klee und Löwenzahn, was wir uns alles traun!
Wir lieben die Natur
und brauchen keine Kur!

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Löwenzahn (Toll,toll,toll!) (Text: Brigitte Rondholz/Stephen Janetzko)

Wir sind heut übers Feld spaziert
und haben Löwenzahn probiert,
wir fanden ihn zum Essen toll
und machten unsern Korb ganz voll!
Toll,toll,toll! Der ganze Korb ist voll!
Toll, toll, toll! Der ganze Korb ist voll!

Wir finden ihn so wunderschön,
so goldig leuchtend anzusehn..
Im Frühjahr blüht er sonnig gelb
in Gärten,Wiesen,auf dem Feld.
Gelb,gelb,gelb! Er leuchtet auf dem Feld!
Gelb,gelb,gelb! Er leuchtet auf dem Feld!

Er wiegt sich wohlig sanft im Wind
und duckt bei Regen sich geschwind.
Er strahlt im hellen Sonnenschein
und zieht des nachts die Blüte ein.
Schein, Schein, Schein!
er zieht die Blüte ein.

Die Mädchen finden's wunderbar,
sie stecken Blüten sich ins Haar.
Und mit dem gelben Blütenkranz
da machen sie den Löwentanz.
Kranz, Kranz, Kranz! Sie machen einen Tanz!
Kranz, Kranz, Kranz! Sie machen einen Tanz!

Die Jungen kommen rasch herbei,
bei diesem Tanz sind sie dabei!
Sie sind ganz höflich und sehr nett
auf weichem Löwenzahnparkett!
Nett! Nett! Nett! Auf Löwenzahnparkett.
Nett! Nett! Nett! Auf Löwenzahnparkett.

Auch Bienen lieben Löwenzahn,
und fröhlich fliegen sie heran.
Ich freu mich im Vorübergehn
und laß ganz viele für sie stehn!
Gehn, gehn, gehn, ich laß ganz viele stehn!
Gehn, gehn, gehn, ich laß ganz viele stehn

Und ist die Blütezeit vorbei,
dem Löwenzahn ist's einerlei.
Er zieht sich um zur Sommerzeit
und trägt sein Pusteblumenkleid.
Zeit, Zeit, Zeit, sein Pusteblumenkleid.
Zeit, Zeit, Zeit, sein Pusteblumenkleid.

© Brigitte Rondholz, 1230 Wien

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Das Früchte-ABC
Text: Brigitte Rondholz - Musik: Stephen Janetzko

Ref.:
Kennt ihr das Früchte-Alphabet?
Ihr wißt schon bald, wie es so geht!
Ha juchhe, ha juchhe, ihr wißt schon bald, wie es so geht
Ha juchhe, ha juchhe, bald wißt ihr, wie es geht!

1. Mit A fängt`s an, das ist doch klar,
die Ananas hat gleich drei A!.
Bananen sind als zweite dran,
stehn ganz oft auf dem Speiseplan.
Die Cherimoyas sind der Hit,
viel besser als Bananensplit!

2. Die Dattel ist so honigsüß,
vertreibt dir jedes Kümmernis.
Für Erdbeern brauchst du nicht viel Geld,
im Juni pflück sie auf dem Feld.
Die Feigen brauchen Sonne pur,
es gibt sie hier ganz selten nur.

3. Das Grapefrucht-G ist schnell gemerkt,
doch manchem ist sie gar zu herb.
Das machen Himbeern wieder wett,
so weich, so süß, ganz einfach nett.
Ist Ingwer eigentlich `ne Frucht?
Ich hab so lang beim I gesucht!

4. Johannisbeern sind gut fürs Blut,
sie tun dem ganzen Körper gut.
Die Kiwi hab ich nun gewählt,
probier sie auch mal ungeschält!
Zitronen gibt es auch in grün!
Habt ihr Limonen schon gesehn?

5. Die Mandarin´ hält sich bereit,
zur Winter- und zur Weihnachtszeit.
Auch Nüsse eß ich dann so gern,
vor allen Dingen Mandelkern!
Orangen gibt`s sehr oft bei mir,
ihr Saft schmeckt besser als ein Bier!

6. Als Kind, da hatt ich einen Traum:
Ich hätt ein Haus im Pflaumenbaum.
In Quitten beiß ich nicht hinein,
sind fast so hart wie Elfenbein.
Rosinen schmecken wunderbar,
im Winter auch der Vogelschar.

7. Auch Sultaninen, sonnenklar,
sind besser doch als Kaviar.
Die Trauben gibt`s in grün und blau,
sind schöner als die schönste Frau.
Mit U, da fällt mir gar nichts ein,
drum laß ich U auch lieber sein!

8. Beinah so schön wie Frühlingsluft
ist die Vanille und ihr Duft.
Mit vielen Kernen, groß und rund:
Wassermelonen sind gesund.
X, Y laß ich jetzt aus,
die sind für mich ein kalter Graus!
Zitronen kommen gelb zum Schluß,
weil jedes Lied mal enden muß.

Ref.: Jetzt wißt ihr alle, wie es geht!
Ha juchhe, ha juchhe, ihr wißt jetzt alle, wie es geht
Ha juchhe, ha juchhe, ganz einfach, wie ihr seht!
*

© 1999 Brigitte Rondholz, 1230 Wien

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Vitamine, Vitamine! (Der Vitamin-Song)
Text: Brigitte Rondholz; Musik:Stephen Janetzko

Ref.:
Ja, du fühlst dich gut, hurra,
kriegst du täglich Vitamin A!
Und ich fühl mich gut, olé,
nur mit ganz viel Vitamin C!

1. Das Früchteessen gibt dir Kraft,
du fühlst dich frisch und nicht geschafft.
In Früchten, da ist alles drin,
weiß jede Schönheitskönigin!

Ref.

2. Ich sage dir, wo ich drauf steh,
ist besser als ein Praliné.
Sie sehn so bunt und fruchtig aus,
ich liebe sie tagein, tagaus.

Ref.

3. Die Ananas ist herrlich süß,
zum Frühstück ich sie gern genieß.
Sie macht mich munter, macht mich frisch,
sie schmeckt für mich verführerisch!

Ref.

4. Orangen kennt wohl jeder hier,
ich hab sie ständig im Visier.
Zu Mittag eß ich allerlei,
mal eine, zwei und auch mal drei!

Ref.

5. Was ist so rot und weich und fein?
Das können nur die Himbeern sein.
Sie reifen schön am Strauch heran,
sie schmecken einfach jedermann.

Ref.

6. Die Grapefruit ist so herb und rund,
ich mag sie fast zu jeder Stund.
Ich löffel sie ganz gründlich aus,
sie ist ein toller Gaumenschmaus.

Ref.

7. Die Mango schmeckt nach Paradies,
ist weich und zart, ganz himmlisch süß.
Am Abend schmeckt sie richtig fein
im Lampen- und im Mondenschein!

Ref.

In unserm Bioladen (Der Bioladen-Song)
Text: Brigitte Rondholz; Musik: Stephen Janetzko
(in Anlehnung an den Original-Text "In unserm Kindergarten" von Rolf Krenzer)

Ref.: In unserm Bioladen, in unserm Bioladen, in unserm Bioladen,
Leute, wißt ihr das, da macht das Kaufen Spaß, da gibt´s für alle was!

1. Macht der Bioladen morgens auf, freue ich mich immer riesig drauf.
Einkauf mit der Mami ist so toll, wir machen unsern Korb ganz rappelvoll!

2. Viele Früchte liegen im Regal, und nicht eine einzige schmeckt schal.
Äpfel, Birnen, Kürbis, mann-o-mann, die sind vom Biobauern nebenan!

3. Bunte Früchte gibt es hier zuhauf, und nicht nur im Sommerschlußverkauf!
Nein, die gibt es hier das ganze Jahr, und manche kommen gar aus Afrika!

4. Avocados kaufen wir sodann, denn die schmecken einfach jedermann.
Auch Bananen packen wir gleich ein, dann kriegen wir auch keine Zipperlein!

5. Und im Juni stets dasselbe Spiel, ja, da gibt es Erdbeeren ganz viel.
Himbeern, Stachelbeeren, wunderbar, im Juli ist der Kirschenmonat da!

6. Und dann kommt die Walnußerntezeit, Haselnuß, Maronen sind soweit.
Nüsse knacken macht uns allen Spaß, auf unsern Bioladen ist Verlaß!

7. Grünkohl, Rotkohl und auch Chicorée, kaufen wir im Winter auch bei Schnee.
Hier gibt es das ganze Jahr so viel, vom Bodensee bis hoch hinauf nach Kiel.

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Benny Banane Text: Brigitte Rondholz

Ref.:

Benny Banane, Benny Banane, der kommt von ganz weit her,
Benny Banane, Benny Banane fährt übers große Meer.
Benny Banane, Benny Banane ist so grün und noch ganz klein,
Benny Banane, Benny Banane, der wird gelb von ganz allein.

1. Er ist noch ziemlich jung an Jahren
noch nicht einmal ein ganzes Jahr,
doch ist er schon so weit gefahren,
er kommt aus Südamerika.

2. Ja, es gibt Große und auch Kleine,
in ihnen steckt viel Gutes drin.
Sie machen diese lange Reise,
die großen und der Benjamin.

3. Benny hat auch noch viele Brüder,
auch die sind anfangs alle grün,
er singt mit ihnen frohe Lieder,
sie sehn das Meer vorüberziehn.

4. Wird er vom großen Schiff entladen,
dann ist so vieles schon geschehn.
Er freut sich schon auf seinen Laden,
wo alle Kinder ihn gern sehn!

© 1999 Brigitte Rondholz

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von Veronika

Ode an die ....?

Ich hörte von dir – du seiest wichtig, ja unentbehrlich!
du seeist gut – ja sogar köstlich!

Nun stand ich vor dir -
soll ich es wagen?
Bist du wirklich gut?
Tust du mir wirklich gut?

Vorsichtig probiere ich – zum erstenmal!
Und? Ja - WIE es schmeckt!
Und noch einmal, noch einmal, immer mehr,
kann gar nicht genug bekommen.

Kribbeln im Bauch, in den Fingern,
rote Wangen, Lebensfreude, Energie pur!
Welche Wonne!
Gier und Unersättlichkeit – keine leeren Worte mehr.
Mein ganzer Körper erblüht zu neuem Leben.

Es folgt ein Sommer im Hochgenuss!
Doch leider – auch Abschied muss sein.
Wie du mir fehlst – welche Sehnsucht!

Nur ein paar Monate –
die Zeit scheint lang.
Doch plötzlich stehst du wieder vor mir,
ich kann es kaum glauben.

Steh‘ vor dir - staune und freu mich!
sie beginnt wieder, die Zeit des Überflusses.
Auch wenn es nicht mehr so ist, wie ganz am Anfang,
so behutsam und vorsichtig.

Ich hab mich gewöhnt an dich –
vertrag‘ schon viel mehr,
nehme dich zu mir, wann immer es geht!

aber nie ohne Dankbarkeit, dass es dich gibt!

Meine liebe Brennessel!

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Einfaches Glück - oder der Morgen danach

Du liegst nun noch - schweratemend - da
Wo wir die Nacht voll Zauber gerade teilten
Unfassbar!
Dass man Glück in Stunden messen kann
Wo Körperflüssigkeiten ausgetauscht wurden
Nein, es ist mehr
viel mehr -
Aber mir fehlen die Worte

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Liebe nach Urköstlerart

Mit unendlicher Wärme durchströmt mich die Liebe zu Dir
Ich will Dir nahe sein
Mit Dir durch die Sonne toben
Besinnlich auf der Wiese liegen
Deinen Kopf auf meinen Bauch gelegt
Dir mit den Fingern durchs Haar streicheln
Und Dir zärtliche Dinge ins Ohr flüstern.
Ich liebe Dich.
H.K.

Weil es dich gibt...

...sah die Stadt für drei Tage ganz anders aus
und die Eiseskälte ließ sich mit unserer Glut vertreiben

...lag auch über der U-Bahn ein milder Glanz
und selbst der Westbahnhof, trist und nikotinverseucht, erwartete
uns mit einem aufregenden Lächeln.

..hatte der Stephansdom nicht bloß eine Aussichtsplattform
sondern eine Bühne, um unsere Liebe über die Stadt zu verteilen

...verblasste unsere Liebe nicht nach verschlingenden Küssen
in nicht endenden Nächten,
sondern lichtdurchflutete strahlend jeden neuen Tag.

..waren die Birnen und Weintrauben nicht nur Früchte
sie wurden zu Liebesgaben, die unsere Lust nährten
und uns dankbar staunen liessen.

... musste nur die Durian, die tiefgekühlte,
draußen vor der Türe bleiben
Kakiküsse der besonderen Art verpassend.

Weil es dich gibt, ist nichts mehr so, wie es einmal war!

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Atemlos - Liebe nach Urköstlerart

   

Versunken
liebestrunken
engumschlungen - haut an haut
lieben wir uns in diesem zauberwald
der uns eine glückselige nacht lang
mit seinem blätterdach beschützt
du bist eine zauberin sagst du

außer atem
keuchend
autoscheibenbeschlagend
nimmersatt - bis in den morgen
der uns sonnenstrahlend ins profane leben zurückschickt.

trunken
immer noch trunken
vor liebesglück
süße kakiküsse tauschend
zarte haut streichelnd
naschen wir taubnesseln am wegesrand.

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Schlachten Schächten Scham

Sie gieren nach eurem Fleisch
sie wollen nicht verzichten
Verzicht? Wozu? Fragt die Spaßgesellschaft
Fleisch ist Lebenskraft sagt die Fleischerinnung
Das Tier muss ausbluten - unbetäubt - sagt der religiös Verblendete
Und die hohen Richter sagen ja

Sie setzen das Messer an scharf blitzend kalt und hart
Du fühlst keinen Schmerz sagen sie
Und in ein paar Sekunden sei alles vorbei
Ach was wissen sie wie lang ein paar Sekunden sind
Im einsamen Strudel des Todeskampfes

Verloren zwischen Zeit und Raum
Fühle ich deine Angst
Fühle ich deinen Schmerz
Fühle ich deine Ergebenheit - ins Unabänderliche
Verloren zwischen Zeit und Raum
Sehe ich dein gurgelndes Blut
noch lebenswarm aus dir rinnen
Und ich schäme mich Mensch zu sein

Verzeih das Unverzeihliche
Du hilfloses Geschöpf
Unter frevelhaften Geschöpfen
Und nimm mein mit dir Leiden an

Es hilft mir den Tag zu überstehen

© Brigitte Rondholz 2002


Letzte Änderung: 12.1.2006 14:32:10 - Autor: Brigitte Rondholz - Letzter Autor: Brigitte Rondholz
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